Beruf:
Schauspielerin
Geburt:
22. November 1984
in New York, New York
Vater:
Karsten Johansson (Architekt)
Mutter:
Melanie Johansson (Managerin)
Geschwister:
Vanessa (Schauspielerin), Adrian & Hunter (Zwillingsbruder)
Familienstand:
ledig
Kontakt:
c/o William Morris Agency
151 El Camino Drive
Beverly Hills, CA 90212
USA
Scarlett Johansson
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Lost in Translation
Sie hat traurige Augen. Eine rätselhafte Melancholie geht von Scarlett Johansson aus, die vielleicht von den wichtigsten drei Minuten ihres Lebens herrührt: als solche bezeichnet sie nämlich die kurze Spanne, die sie 1984 in New York City vor ihrem Zwillingsbruder Hunter geboren wurde. Zugleich besitzt sie ein sehr mädchenhaftes Lächeln. Im Kontrast zu ihrer äußerlichen Sanftheit steht ihre eigenartige raue Stimme, die manchmal fast weg zu brechen droht. Als öffentliche Person ist Scarlett Johansson kämpferisch und ironisch. Auf die wiederholte Thematisierung ihres Sexappeals im Allgemeinen und ihres Brustumfangs im Besonderen antwortete sie: "Da arbeite ich 14 Jahre lang hart im unabhängigen Filmgeschäft und bekomme schließlich den Preis für die besten Brüste! Was ist eigentlich mit meinem Gehirn? Meinem Herzen, den Nieren und der Gallenblase?"


Das Mädchen mit dem Perlenohrring
Da sie aber außerdem allein vier Nominierungen für den Golden Globe und viele andere Auszeichnungen für ihr Spiel erhielt, muss Scarlett Johansson um ihre künstlerische Anerkennung nicht fürchten. Nach dem Achtungserfolg, den sie 1998 als 14-jährig in der Nebenrolle des traumatisierten Mädchens in Robert Redfords Der Pferdeflüsterer hatte, wurde sie mit ihrer Charlotte 2003 in Lost in Translation berühmt. Der Film erzählt die Begegnung zwischen einem jungen Mädchen und einem alterndem Mann, während der sie ihren Draht zueinander entdecken. Unvergesslich die letzte Szene, als Bill Murray ihr etwas ins Ohr flüstert und sich in Johanssons traurigem Gesicht unaufhaltsam ein Lächeln bahnt.


Lovesong für Bobby Long
Noch im selben Jahr wechselte sie mühelos vom hypermodernen Tokio ins Delft des 17. Jahrhundert, wo der Kostüm- und Künstlerfilm Das Mädchen mit dem Perlenohrring spielt. Die Titelrolle, ein Dienstmädchen mit Kunstverstand, spielte Johansson ähnlich wie die Charlotte in Lost in Translation. Es war dieselbe Art von Mädchen, nur zu unterschiedlichen Zeiten und in anderen Hierarchien. Ein Mädchen, das die Welt aufmerksam und still betrachtet und selbst nicht richtig dazu gehört. Der im Folgenden vollzogene Bruch mit diesem sich anbahnenden Klischee in dem Independent-Film Lovesong für Bobby Long tat ihr gut.


Match Point
Die Literaturverfilmung spielt im Milieu von Underdogs in New Orleans. Mit einem begnadeten Script und einer begabten Regiedebütantin spielte Johannsson hier überzeugend den rauen Teenager Pursy Will, die ungeahnte Kräfte in sich entdeckt und sowohl das eigne als auch noch das verpfuschte Leben zweier intellektueller Alkoholiker zu ändern vermag. Die positive Chemie zwischen den Hauptdarstellern übertrug sich fast körperlich auf den Zuschauer. Da trafen sich drei Vollblutschauspieler verschiedener Generationen (John Travolta, Scarlett Johansson und Gabriel Macht) auf Augenhöhe und schufen ein bewegendes Stück Filmkunst. Für ihre Darstellung der Pursy wurde Johansson mehrfach ausgezeichnet.


Scoop - Der Knüller
Im Jahr darauf fand eine folgenschwere Begegnung statt: Woody Allen, der außergewöhnliche Regisseur und Autor, entdeckte Scarlett Johansson als seine neue Muse. Ein künstlerischer Urknall zwischen dem alten Mann und dem jungen Mädchen. Das zeigte sich in gleich zwei aufeinander folgenden, sehr verschiedenen Filmen, einem Drama und einer Komödie. In Match Point inszenierte Woody Allen sie als Femme Fatale, der ihr eigner atemberaubender Sexappeal zum Verhängnis wird. Johansson zeigt ihre Nola als eine Frau, die glaubt, die Fäden (und die Männer) in der Hand zu haben und doch deren hochgradiges Opfer wird.


Black Dahlia
Der andere Film Scoop - Der Knüller zeigte eine bislang völlig unbekannte Seite von Scarlett Johansson: Ihre Fähigkeit zu Komik. Sie spielt ein konfuses junges Mädchen mit Zahnspange, Brille und einigem Ehrgeiz. Johansson ironisiert hier ihren Status als "Sexiest Woman Alive" und hat viel Spaß dabei. Mit Woody Allen selbst bildet sie ein ungleiches Paar auf Verbrecherjagd, deren Dialoge und Aktionen zu Lachtränen rühren. Mit dem Namen von Johanssons Rolle - Sandra Pransky - bezog sich Allen möglicherweise auf die polnisch-jüdischen Wurzeln, die die Schauspielerin mütterlicherseits besitzt.


Die Schwester der Königin
Im Jahre 2008 folgte wieder ein Kostümfilm Die Schwester der Königin, diesmal im England von Heinrich VIII., dessen eine Geliebte Mary Boleyn - Schwester der späteren Königin und Hinrichtungsopfer Anne Boleyn - Scarlett Johansson spielt. Obwohl es um eine spezielle Dreiecksgeschichte gehen soll - zwei Schwestern ringen um die Gunst eines Mannes - geht doch das kinematographische Gewicht eindeutig in Richtung Johansson, deren Figur zur reinen Lichtgestalt gegenüber der bösen Schwester hochstilisiert wird. Obwohl die Charaktere im Drehbuch schlecht ausgearbeitet wurden, schaffte es Scarlett Johansson ihrer Mary Boleyn ein Leuchten zu geben, ein bisschen echten Schmerz. Spätestens 2009 sehen wir sie in Vicky Christina Barcelona wieder unter der Regie jenes Meisters, der als Einziger so mit Städtenamen spielt: Woody Allen.

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News zum Star:


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