Als Alan Rickman das achte Lebensjahr erreichte, verstarb sein Vater
an Krebs und ließ die Mutter mit vier Kindern zurück. Schon
während der Schulzeit begeisterte sich der kleine Alan für
die Schauspielerei und seine Lehrer ermutigten ihn Unterricht zu
nehmen. Doch zunächst ließ er sich am Royal College of Art
zum Grafikdesigner ausbilden und eröffnete anschließend ein
Studio in SoHo. Im Altern von 26 zog es ihn wieder auf die Bühne
und er gab den Job als Grafikdesigner auf. Eine fundierte
Schauspielausbildung erhielt er an der Royal Academy of Dramatik Art.
Nach drei weiteren Jahren als Ausstatter versuchte er auf eigenen
Beinen zu stehen und war in einigen Londoner Produktionen zu sehen.
Robin Hood
Seine größten Bühnenerfolge feierte Alan Rickman mit
der Royal Shakespeare Company, der er für zwei Spielzeiten
angehörte. In der Spielzeit von 1985 und 1986 war er in der West
End Produktion von Les Liaisons
Dangereuses als Valmont zu bestaunen. Sein Spiel war so
überzeugend, daß er bei der Broadway Produktion die selbe
Rolle übernehmen durfte und sogar mit einer Tony-Nominierung
bedacht wurde. Seine erste große Filmrolle hatte er 1988 in
Bruce Willis Actionkracher Die Hard,
in dem er den Oberbösewicht spielt und einen Wolkenkratzer
besetzt.
Sense & Sensibility
Nach einigen unbedeutenden Filmen war Alan Rickman in Robin Hood: Prince of Thieves wieder oben
auf und gefiel als böser Sheriff von Nottingham. Noch im selben
Jahr durfte er einen sympathischer Charakter darstellen und war in
Anthony Minghella's romantischer Komödie Truly Madly Deeply als wiederauferstandener
Geiger in Liebesmission zu sehen. Ebenfalls im Jahre 1991 war er in
dem Drama Close My Eyes zu sehen und
fand heraus, daß seine Frau mit ihrem Bruder ein Verhältnis
hat. In Roger Spottiswoode's Biographie des Wiener Mediziners Franz
Anton Mesmer übernahm Alan
Rickman die 1994 die Hauptrolle.
Dogma
In Ang Lee's mehrfach Oscarnominierten Drama Sense and Sensibility verkörperte Alan
Rickman 1995 den sympathischen Colonel Brandon, bevor er in dem TV
Mehrteiler Rasputin die Hauptrolle
übernahm und mit einem Emmy und einem Golden Globe ausgezeichnet
wurde. Nach einer Rolle in dem Film über Leben und Tod es IRA
Mannes Michael Collins versuchte sich
Alan Rickman als Regisseur und inszenierte das Drama The Winter Guest, das bei den Kritikern gut
ankam. Als brummiger Engel bereicherte er 1999 das brillante Ensemble
von Kevin Smith's himmlischer Komödie Dogma.
Harry Potter
Zusammen mit Captain Tim Allen flog Alan Rickman noch im gleichen
Jahr in den Weltraum und zog in Galaxy
Quest den Star Trek Mythos durch den Kakao. Es folgten mit dem
Thriller Dark Harbor und mit Anthony
Minghella's modernem Drama Play zwei
eher unauffällige Filme, bevor Alan Rickman wieder zu
größeren Taten bereit war. Zunächst war er in der
britischen Frisörkomödie Blow
Dry zu sehen und spielte einen ehemaligen Meister an Föhn
und Kamm. In der Verfilmung von J.K. Rowling's Bestseller Harry Potter and the Sorcerer's Stone
spielt er den fiesen Professor Severus Snape und macht Harry das
Leben schwer.