Beruf:
Regisseur, Produzent & Autor
Geburt:
20. Januar 1946
in Missoula, Montana
Vater:
Donald Lynch (Agrarwissenschaftler)
Mutter:
Sunny Lynch (Lehrerin)
Geschwister:
---
Familienstand:
geschieden
Ex-Frauen:
Peggy Reavey (Künstlerin)
verheiratet von 1967 bis 1974
Mary Fisk
verheiratet von 1977 bis 1987
Kinder:
Jennifer (*1968 - Mutter: Peggy Reavey)
Austin (*1982 - Mutter: Mary Fisk)
Riley (Mutter: Mary Sweene)
Kontakt:
c/o William Morris Agency
151 El Camino Drive
Beverly Hills, CA 90212
USA
David Lynch
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Eraserhead
In seiner Jugend zog David Lynch mehrmals um, da sein Vater auf Grund seiner Arbeit beim Landwirtschaftsministerium oft den Standort wechseln mußte. Nach seinem High School Abschluß 1964 begann er ein Kunststudium mit dem Ziel, Maler zu werden. Schon nach einem Jahr gab er das Vorhaben wieder auf und schrieb sich an der Pennsylvania Academy of Fine Arts ein. Dort beschäftigte er sich mit "moving paintings" und schuf 1966 den Kurzfilm Six Figures Getting Sick. Ein paar Kunstliebhaber wurden auf den Film aufmerksam, und einer von ihnen stellte dem jungen Filmemacher sogar Geld zur Verfügung.


The Elephant Man
Damit realisierte David Lynch den vierminütigen Kurzfilm The Alphabet, der ihm wiederum ein Stipendium beim American Film Institute (AFI) einbrachte. Sein dritter Kurzfilm The Grandmother entstand 1970 und ermöglichte es ihm, sein Studium beim AFI in Beverly Hills fortzusetzen. Kurze Zeit später begann David Lynch mit der Produktion seines ersten Spielfilms Eraserhead, die sich über fünf Jahre hinzog. Er übernahm fast alle Schlüsselpositionen der Produktion selbst und schuf mit dem bizarren und surrealen Film über die bitteren Folgen eines One-Night-Stands, sein wohl persönlichstes Werk.


Dune
Der Film Eraserhead sorgte in der Kunstszene für Furore und machte den Produzenten Mel Brooks auf David Lynch aufmerksam. Zusammen setzten sie den schwarz/weiß Film The Elephant Man in die Tat um und wurden achtmal für den Oscar nominiert. Obwohl der Film viele typische Lynch-Elemente besitzt, kam er beim Mainstream-Publikum an und wurde ein kommerzieller Erfolg. David Lynch avancierte zum gefragten Regisseur, schlug aber wegen seiner Abneigung gegenüber des Kommerzes lukrative Angebote, wie zum Beispiel The Return of the Jedi, aus. Er realisierte lieber sein eigenes Drehbuch Dune, bei dem er sich bevorzugt an der Deko, statt an der Geschichte, ergötzte.


Twin Peaks
Letztendlich war David Lynch mit dem Ergebnis unzufrieden und verschmähte sogar den Credit als Regisseur. Auch das Kinopublikum konnte mit dem Science-Fiction Streifen nichts anfangen. Sein nächster Film, der erotische Thriller Blue Velvet ermöglicht dem Zuschauer einen komplexen und teilweise wirren Zugang zur dunklen Seite der Seele. Dafür wurde David Lynch mit einer Oscarnominierung als bester Regisseur ausgezeichnet. Im Jahre 1990 wurde sein brutales Road-Movie Wild At Heart mit der Goldenen Palme von Cannes bedacht. Im selben Jahr hob er die überaus erfolgreiche TV-Serie Twin Peaks aus der Taufe und beschäftigte sich mit den kuriosen Bewohnern der gleichnamigen Stadt.


Lost Highway
Typisch für David Lynch: er gab keine 100%ige Antwort auf die entscheidende Frage "Who killed Laura Palmer?". Die Lösung bleibt mehr oder weniger den Spekulationen der treuen Anhänger überlassen, für die die Serie inzwischen Kultstatus besitzt. Im Jahre 1992 drehte er den Spielfilm Twin Peaks: Fire Walk With Me der ein Prequel der TV-Serie ist und die letzten Tage der Laura Palmer schildert. Nach den beiden TV Produktionen On the Air und Hotel Room kehrte David Lynch erst 1997 mit Lost Highway wieder auf die Kinoleinwand zurück. Der äußerst komplexe und vielschichtige Film über einen Mörder und seine Seelenwanderung war ein finanzielles Desaster und spielte nicht einmal ein drittel der Produktionskosten ein.


The Straight Story
In The Straight Story erzählt David Lynch die Geschichte eines alten Mannes, der mit seinem Rasenmäher sechs Wochen unterwegs ist, um seinen sterbenden Bruder zu besuchen. Sein Drama Mullholland Drive, das eigentlich ein Pilot zu einer Fernsehserie werden sollte, brachte ihm im Jahr 2001 eine Golden Palme als bester Regisseur ein. Der Film handelt von einer Frau mit Gedächtnisverlust, die verzweifelt versucht ihre Vergangenheit wiederzufinden. David Lynch geht es in seinen Filmen um den künstlerischen Hochgenuß des Publikums, Einspielergebnisse tangieren ihn nur peripher. Seine Mischung aus makaberen und komplexen Charakteren, ein wenig sozialer Kritik und scharfsinnigen, aber gleichzeitig traumartigen Horrorsequenzen hat den Regisseur und Drehbuchautor zu seinem Kultstatus verholfen.



News zum Star:


31. Mai 2010 - Easy Rider - Dennis Hopper ist verstorben
22. April 2007 - Lynch inszeniert 'Surveillance'
05. Juli 2001 - David Lynch findet Verleiher
25. Dezember 2000 - David Lynch plant angeblich "Twin Peaks"


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