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Auch wenn Chan-wook Parks zweiter Teil seiner Rachetrilogie nicht ganz an seinen Vorgänger Sympathy for Mr. Vengeance herankam, kann man nur Positives berichten, da er eine wirklich tolle Geschichte mit einem unglaublichen Hauptdarsteller und einer überzeugenden Inszenierung schuf. Sympathy for Mrs. Vengeance kann kommen!
Schon mit dem ersten Teil seiner Vengeance-Trilogy, Boksuneun naui geot schuf Gongdong gyeongbi guyeok JSA-Regisseur Chan-wook Park ein kleines Meisterwerk! Auch der Nachfolger dieser Reihe wurde schon im Vorfeld mit großem Lob auf dem Cannes Film Festival versehen und ließ die Erwartungen ins Unermessliche steigen.
15 Jahre wurde Oh Dae-su grundlos in einem kleinen Raum eingesperrt, in dem es, außer durch einen Fernseher, keine Möglichkeit gab, etwas von der Außenwelt mitzubekommen. Als er sich nun plötzlich wieder in Freiheit wähnt, hat er nur ein Ziel: Herauszufinden warum und von wem er eingesperrt wurde und sich zu rächen!
Die Drehbuchautoren, darunter auch Regisseur Park konnten eine sehr interessante und zugleich auch sehr komplexe Geschichte kreieren. Die Handlung fesselt einen eigentlich schon von Beginn an und man fragt sich mit dem Hauptcharakter des Filmes die ganze Zeit, was denn eigentlich los sei, bzw. was das Ganze soll. Gerade diese Spannung lässt Oldboy zu keinem Zeitpunkt langweilig werden. Zudem konnten die Schreiber auch ein richtig gutes und zufrieden stellendes Ende kreieren, so dass in Sachen Drehbuch im Grunde alles stimmt.
Bei der Inszenierung überrascht Chan-wook Park jedoch den Zuschauer, in dem er diesmal nicht nur seine gewohnt ruhigen Bilder präsentiert, sondern seinen typischen Stil etwas aufpeppt und mit einem Style vermischt, den man am ehesten mit einem Film von Quentin Tarantino vergleichen könnte. Dies sieht zwar alles sehr gut aus und passt auch zur Atmosphäre des Filmes, jedoch muss man ganz klar sagen, dass ihm die ruhige Seite deutlich mehr liegt.
Bei seinem Hauptdarsteller hat er einen wirklich Glücksgriff gemacht, denn Min-sik Choi (Swiri) liefert eine wahrlich großartige Performance ab, bei der man absolut nichts Negatives finden kann. Auch Ji-tae Yu kann nach Geoul sokeuro erneut gefallen und spielt den mysteriösen Gegenspieler von Oh Dae-Su in überzeugender Manier.
Obwohl man im Grunde nur Positives an diesem Film finden kann, rate ich jedem seine Erwartungen etwas herunter zu schrauben. Denn trotz der großartigen Story, der tollen Inszenierung und den Hauptdarstellern kann es sein, dass man sich nach dem Vorgänger und dem breiten Lob zu viel erwartet. An Boksuneun naui geot kommt Oldboy nämlich leider nicht ganz heran. |