|
Auch ganz ohne Vorurteile und abgesehen von dem äußerst umstrittenen Hauptdarsteller kann das Fantasy-Dokumentar-Drama von und mit Ulli Lommel, einem Rainer Werner Fassbinder-Schützling, keineswegs überzeugen. Nicht nur die vollkommen irrsinnige Story, sondern auch die wirre und undurchsichtige Inszenierung lassen diesen Streifen zu einem negativen Höhepunkt der Filmgeschichte werden.
Als der Trailer und das Poster veröffentlicht wurden, glaubten viele Leute noch an einen schlechten Scherz, denn Daniel Küblböck in einem Kinofilm, das kann niemand ernst meinen! Leider wurden alle Gebete nicht erhört und so war es doch die harte Realität, die Faniels - wie sich Daniels Fans selbst nennen - waren natürlich aus dem Häuschen und fiebern schon seit Monaten auf den großen Tag der Erstaufführung.
Obwohl Ulli Lommel und Peter Schamoni eigentlich für qualitativ hochwertige und vor allem anspruchvolle Filme stehen, beschlich mich schon vorab das Gefühl, dass man hier daneben gegriffen haben könnte - und genau so kam es dann leider auch. Auch wenn man Fan des Deutschland sucht den Superstar-Phänomens Daniel Küblböck ist, muss man sich einfach eingestehen, dass man hier einen Film aus der untersten Schublade zu sehen bekommt. Dies liegt - wie viele jetzt sicherlich vermuten - aber nicht ausschließlich an Küblböck selbst, sondern vielmehr an einer wirren Story und einer Inszenierung, die jeglicher Beschreibung spottet.
An vielen Stellen wirkt der Film wie ein schlechtes Musikvideo: Keine Story, wirre Schnitte und keinerlei Zusammenhänge zwischen den Szenen. Garniert wird das Ganze noch durch die Aufnahmen von Daniel K.s Konzerten. Für Nicht-Fans sicherlich die schrecklichsten Momente im ganzen Film, doch auch die Faniels sollten nur mit niedrigen Erwartungen eine Karte für Daniel - Der Zauberer kaufen, denn außer ihrem Superhelden sieht man weitestgehend nur Schrott.
Zur Besetzung, die größtenteils aus Laiendarstellen besteht, kann sich fast jeglichen Kommentar sparen. Einzig Ulli Lommel selbst und Katja Rupe beweisen, dass sie ihr Handwerk gelernt und auch Talent haben. Alle anderen Darsteller wirken aufgesetzt und schlechter als in jeder Folge von Richterin Barbara Salesch.
Im Großen und Ganzen ist Daniel - Der Zauberer ein noch größeres Fiasko, als man vorab zu träumen wagte. Schlechte Inszenierung, konfuse Story und miese Darsteller machen aus dem Küblböck-Film nicht mehr, als nutzloses Zelluloid für die Mülltonne. Auch für Fans ist der Film nicht zu empfehlen, da sich der DSDS-Clown mit dieser Hauptrolle nur blamieren, aber keinesfalls punkten, kann. |