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Kleinruppin Forever

(Kleinruppin Forever, 2004)

Dt.Start: 09. September 2004
DVD: 10. März 2005
Premiere: 09. September 2004 (Deutschland)
FSK: ab 6 Genre: Komödie, Romanze
Länge: 103 min Land: Deutschland
Darsteller: Tobias Schenke (Tim/Ronnie), Anna Brüggermann (Jana), Michael Gwisdek (Erwin), Uwe Kockisch (Vater), Tino Mewes (Rene), Toni Snetberger (Niklas), Florian Panzner
Regie: Carsten Fiebeler
Drehbuch: Sebastian Wehlings, Peer Klehmet


Inhalt

Der Mädchenschwarm und zukünftige Tennisprofi Tim fährt mit seiner Schulklasse nach Kleinruppin in der DDR. Dort trifft er auf seinen ihm bisher unbekannten Zwillingsbruder Ronnie, der ihn kurzerhand niederstreckt und an seiner Stelle in den Westen zurückkehrt. Tim versucht zunächst dem Sozialismus zu entkommen, doch als ihm niemand seine absurde Geschichte abkauft, beginnt er sich mit der Situation zu arrangieren. Außerdem lernt Tim Anna kennen, die ihm vor Augen führt, was Glück wirklich bedeutet. Als er jedoch von der Fahrt des Kleinruppiner Schwimmerteams in den Westen erfährt, schöpft er neue Hoffung.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Kleinruppin Forever hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 55%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
Kleinruppin Forever hat eine Wertung von 55%
Gleich zwei Mal gibt es Tobias Schenke in dieser sympathischen Rollentauschkomödie, welche zwar teilweise recht unterhaltsam ist, jedoch jegliche Spur von neuen, interessanten Ideen vermissen lässt und fast ausschließlich von der entzückenden Hauptdarstellerin Anja Brüggemann getragen wird.

Bild aus Kleinruppin Forever Seit dem Erfolg von Good Bye, Lenin! haben deutsche Produzenten Blut geleckt und beglücken das Publikum in letzter Zeit mit einigen, thematisch ähnlichen, Filmen. Regisseur Carsten Fiebeler, der sich schon letztes Jahr mit Die Datsche diesem Thema annahm, versucht nun sein Glück damit, dieses Genre mit einer Verwechslungskomödie zu kombinieren.

Der 19jährige Bremer Tim hat vier Jahre vor dem Fall der Mauer alles was man sich wünschen kann: Seine Adoptiveltern sind reich, er ist beliebt bei den Mädchen und hat ein Stipendium für die USA in der Tasche. Vorher geht es aber mit der Schule noch auf einen Klassenausflug in die DDR, bei dem er seinem Zwillingsbruder Ronnie über den Weg läuft, der ein ärmliches Leben im Osten führen muss. Ronnie nutzt die Gelegenheit aus und schlägt Tim nieder, um an seiner Stelle das schöne Leben im Westen genießen zu können.

Dass man eine schon zig mal durchgekaute Geschichte sehr gut in Szene setzen kann, konnte Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag letztes Jahr beweisen. Genau diesem Problem muss sich auch diese Produktion stellen, da man in Sachen Story auf innovative Ideen und Besonderheiten vergeblich wartet, denn es gibt rein gar nichts, dass man nicht schon mal in einer ähnlichen Auswertung auf der Leinwand gesehen hat.

Aus diesem Grunde ist der Humor des Filmes natürlich ausschlaggebend für das Gelingen des Projektes. Man kann auch ruhigen Gewissens sagen, dass man bei Kleinruppin Forever einiges zu Schmunzeln bekommt, jedoch bleiben die ganz großen Lacher aus und auch ein paar Gags gehen komplett ins Leere.

Obwohl es dem Zuschauer manchmal so vorkommt, als wäre dieser Film ohne viel Liebe in Szene gesetzt worden, überrascht uns der Regisseur dann doch mit teilweise richtig sympathischen, wenn gleich auch klischeehaften Charakteren, die es fast alleine schaffen den Film im Mittelmaß zu halten.

Dass Tobias Schenke durchaus witzig sein kann, hat er schon in Der Letzte Lude bewiesen, doch leider kann er an diese Rolle nicht ganz anknüpfen, obwohl er eine solide Performance abliefert. Ganz anders sieht es mit der weiblichen Hauptrolle aus, die von der deutschen Scarlett Johannson Anja Brüggemann hervorragend gespielt wird und sich fast schon allein durch ihre Ausstrahlung vom Rest des kompletten Casts abhebt.

Letztendlich muss man sagen, dass es Regisseur Carsten Fiebeler leider nicht gelang einen Ostfilm mit einer Rollentauschkomödie zu verknüpfen. Sicherlich ist sein Kleinruppin Forever ganz nett anzuschauen, dafür jedoch extrem kurzweilig und zu keinem Zeitpunkt fähig, sich von der Masse abzuheben.



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Dt. Start: 02. Sep 2004
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