Ein oscarprämierter Dokumentarfilm über das Leben des ehemaligen US-Verteidigungsministers Robert S. McNamara. In elf Lehrsätze verpackt, erzählt McNamara die Geschichte der amerikanischen Kriege des zwanzigsten Jahrhunderts aus seiner Sicht. Heraus kam eine gute Dokumentation für geschichtsinteressierte Zuschauer.
Ein Mann, dessen Leben fast ausschließlich von Kriegen bestimmt wurde, erzählt die Geschichte seines Werdegangs. Robert S. McNamara kämpfte im zweiten Weltkrieg und war später sieben Jahre lang Verteidigungsminister der USA. In seiner Amtszeit befehligte er die amerikanischen Truppen in der Kuba-Krise und im Vietnamkrieg. Nun erzählt er über seine Erfahrungen und die Fehler, die er begangen hat. Eine mutige Entscheidung eines Mannes, dessen Befehle hunderttausenden Menschen das Leben gekostet haben.
Der Film will die Beteiligten an den gezeigten Militäraktionen nicht verurteilen, sondern lässt die Zuschauer selbst urteilen. Er liefert ihnen lediglich die Fakten, die sie dazu benötigen. Gerade in der heutigen Zeit wirken die Erzählungen von McNamara besonders aktuell. Er hinterfragt die Machtverhältnisse in den USA und gibt Denkanstöße zur Besserung.
Man kann dem Film nicht vorwerfen, dass er langweilig ist. Es hängt allein vom Interesse des Zuschauers ab. Wer mit der amerikanischen Kriegsgeschichte des 20. Jahrhunderts nichts am Hut hat sollte The Fog of War meiden. Wer sich aber wirklich damit beschäftigen will, bekommt einen sehr guten Dokumentarfilm zu sehen. Die Erzählungen von McNamara sind teilweise schockierend und es ist sehr beängstigend zu sehen, wie nahe die Welt wirklich vor einem Atomkrieg stand.