Das Remake von Der Flug des Phoenix aus dem Jahre 1965 zeigt sich ohne größere Längen, aber mit einigen Macken im Detail. Mit Dennis Quaid, Giovanni Ribisi und Tyrese hat man sich solide Darsteller an Board geholt, die zu überzeugen wissen. Letztlich bleibt aber leider ein fader Beigeschmack, des Durchschnitts zurück.
Nachdem sich Dennis Quaid in The Day After Tomorrow mit einer plötzlichen Eiszeit herumschlagen musste, sieht er sich nun mit der Wüste Gobi und deren Naturbedingungen konfrontiert. Denn nachdem Frank Towns (Dennis Quaid) einen Bohrplatz geschlossen hat und das Team nach Beijing fliegt, stürzt die Maschine in einem Sandsturm inmitten der Wüste ab. Ohne große Hoffnung beginnen die Überlebenden aus dem Flugzeugwrack einen "Phönix" zu bauen, der sie aus der Wüste fliegen soll.
Der mythische Vogel Phönix als Zeichen der Wiedergeburt ist spätestens seit Harry Potter jedem ein Begriff und so spielt auch hier diese Bedeutung eine große Rolle. Obwohl nach dem Absturz die Hoffnungslosigkeit der Situation ein wenig zu kurz kommt und nur andeutungsweise auf die Gefahren und dem psychischen Druck eingegangen wird, schafft es der Streifen dennoch, durchweg unterhaltend zu sein. Leider liegt er Teufel im Detail, denn genau auf diese wurde anscheinend keinen Wert gelegt und so fallen einem als Zuschauer immer wieder Continuity- und Logikfehler auf, die durch ihre Masse den Gesamteindruck ein wenig trüben.
Die schauspielerischen Leistungen sind weitestgehend guter Durchschnitt. Hervorzuheben ist Giovanni Ribisi, der als etwas merkwürdiger und verrückter Elliot eine sehr große Performance abliefert. Leider wirkt sein Charakter jedoch an manchen Stellen des Drehbuchs einfach zu überzogen. Das Zusammenspiel der Darsteller wirkt an manchen Stellen der "Krisen- und emotionsgeladenen Situation" etwas holprig, was gerade bei einem solchen Katastrophenfilm, der von dieser Stimmung lebt, besser hätte sein müssen.
Im Großen und Ganzen ist Der Flug des Phoenix ein netter Katastrophenfilm, der durchweg unterhalten kann. Wenn man über die kleineren Fehler hinwegsieht, wird daraus sogar eine spannende Geschichte. Leider wirkt die Stimmung nicht so erdrückend, wie sie sein müsste, um einen wirklich überzeugend Streifen zu zeigen.