Der letzte Teil der Star Wars Trilogie präsentiert sich deutlich düsterer als die beiden Vorgänger und ist von beeindruckenden Schlachten und Lichtschwertkämpfen geprägt. Die CGI-Welten und Kreationen sowie die zahlreichen Effekte sich ein wahrer Augenschmaus und es macht richtig Spaß in die Welt von Star Wars einzutauchen.
George Lucas vollendet seine Star Wars Trilogie und schlägt gleichzeitig die Brücke zur ersten Trilogie aus den 70er und 80er Jahren. Trotz einer enttäuschenden Episode I und einer mittelmäßigen Episode II ist der Hype um die Franchise ungebrochen und veranlasst Fans, schon Tage vor dem offiziellen Verkaufsstart vor dem Kino (wenn auch dem Falschen) zu kampieren. Mit Episode III soll nun der etwas verblasste Glanz der Franchise wieder aufpoliert werden, was angesichts der Versprechungen und der interessanten Thematik durchaus gelingen kann.
Im Zentrum des letzten Teils der Trilogie steht die Verwandlung von Anakin Skywalker (Hayden Christensen) in Darth Vader, die bereits in Episode II durch Anakins Meuchelrache an den Sandleuten und den darauf folgenden Dialog mit Padme Amidala (Natalie Portman) vorbereitet wurde. In Episode III wird Anakin durch Kanzler Palpatine mehr und mehr mit der dunklen Seite der Macht in Versuchung geführt. Dieser nutzt Anakins Streben nach totaler Kontrolle und Wissen um den Tod seiner geliebten Padme bei der Geburt ihrer Kinder, um Anakin von den Jedi zu entfremden und zu einem Lord der Sith zu machen. Darsteller Hayden Christensen meistert diese schwere Aufgabe einer überzeugenden Wandlung vom Guten zum Bösen zwar nicht mit Bravour, aber dennoch überzeugend.
In direktem Zusammenhang mit dem Schicksal von Anakin Skywalker steht das der Republik und Jedi Ritter. Denn durch den Ausnahmezustand der Klon Kriege hat sich Kanzler Palpatine mehr und mehr Macht zugeschanzt und auf diese Weise den Senat mehr oder weniger ausgeschaltet. Der Rat der Jedi steht diesen Maßnahmen mit Vorbehalt gegenüber und ist deshalb dem machtbessessenen Kanzler ein Dorn im Auge. Weitere Details zur Handlung, die zwar für eingefleischte Fans auf der Hand liegt, seien an dieser Stelle unterschlagen, um nicht jede vermeintliche Überraschung vorweg zu nehmen.
Mastermind George Lucas, der wie immer mit einem vagen Bild der Handlung an die Sache heran ging und seine Vorstellungen während des Drehs und beim Schnitt realisierte, legte Episode III deutlich düsterer an, als die beiden vorangegangenen Teile. Trotz einer Laufzeit von 146 Minuten hat der Film kaum Längen, sondern bringt die Handlung straf und vor allem eindrucksvoll auf die Leinwand. Beeindruckenden Schlachten und Lichtschwertkämpfe prägen diesen Film, bei dem fast jede Szene und jeder Dialog die Handlung vorantreibt sowie Spannung aufbaut. Die geboten CGI-Effekte und Welten sind ein wahrer Augenschmaus und es macht richtig Spaß sich in die Welt von Star Wars fallen zu lassen.
Wie üblich sind die beiden Droiden R2-D2 und C-3PO für den Spaßfaktor zuständig, wobei R2-D2 mit ein paar schönen Einlagen das Droiden Duell ganz klar für sich entscheidet. Einziges "Manko" ist der Umstand, dass er in Episode III Fertigkeiten besitzt, von denen in der alten Trilogie nichts zu sehen war. Ein weiteres Highlight ist natürlich Yoda und eine Schlacht auf dem Planeten der haarigen, aber sympathischen Wookies. Zu guter Letzt wurde auch der Übergang zur alten Trilogie gut gelöst, der sich sowohl in der Handlung als auch in der Ausstattung niederschlägt.
Mit Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith ist George Lucas und seinem Team ein gutes Stück Wiedergutmachung für die etwas hinter den Erwartungen zurückgebliebenen ersten beiden Teile gelungen. Mit diesem düsteren Abschluss der Trilogie bekommt das Star Wars Herz endlich das, worauf es gewartet hat: Eine straffe Handlung, zahlreiche Effekte, wunderbare CGI-Welten und Kreationen sowie jede Menge Action.