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Yimou Zhang hat wieder zu geschlagen! Der Hero Regisseur setzt mit seinem neuesten Film mal wieder Maßstäbe und zaubert traumhafte Bilder, grandios inszenierte Fights und einen wunderschönen Score auf die Leinwand, die zudem noch von einer interessanten Geschichte, sowie den guten Darstellerleistungen, verstärkt wird.
Zwei Jahre sind seit Yimou Zhangs letzten Film vergangen und nach dem großartigen, oscarnominierten Hero waren die Erwartungen so hoch, dass man eigentlich nur enttäuscht werden konnte. Doch mit seinem, mit bekannten Asiastars besetzten, Shi mian mai fu legt er die Messlatte für kommende Filme noch höher.
Die sogenannten Flying Daggers haben sich als Rebellen gegen den Herrscher inzwischen einen Namen gemacht, so dass sie beim Volk auf große Gegenliebe stoßen und somit für den Kaiser ein Dorn im Auge sind. Daher wird der Polizist Jin ausgeschickt, um das Vertrauen der jungen Mei zu gewinnen, welche ihn zum Anführer der Rebellion führen soll.
Überraschenderweise hielt sich Yimou Zhang diesmal mit epischen Erzählformen zurück und konzentrierte sich hauptsächlich auf zwei Storyelemente: Da wäre zum einen natürlich das Auffinden des titelgebenden House of Flying Daggers, zum anderen aber auch die gut erzählte Liebesgeschichte zwischen Jin und Mei, die sich nach und nach näher kommen. Des Weiteren kann Yimou wie schon bei Hero auch hier wieder mit einigen sehr überraschenden und gelungenen Wendungen aufwarten, welche die ansonsten recht einfach gehaltene Story qualitativ um Einiges anheben können.
Inszenatorisch ist dieser Film fast nicht mehr zu überbieten, denn was den Zuschauer hier für Leckerbissen geboten werden, ist wirklich unglaublich. Die bildgewaltige und künstlerische Inszenierung wird Maßstäbe setzen. Ebenso wie der perfekt eingesetzte Score, der jede Szene in ihrer Wirkung maßgeblich verstärkt. Aber auch das Set-Design und die Kostümgestaltung sind immer gelungen und machen alleine schon deshalb Lust auf den nächsten Film des Regisseurs.
Der prominent besetzte Cast braucht sich mit seinen Leistungen nicht hinter der Inszenierung verstecken. Während sich Wu Jian Dao-Hauptdarsteller Andy Lau noch dezent, aber mit überzeugendem Spiel im Hintergrund hält, gefällt vor allem Ritanaa-Star Takeshi Kaneshiro, der es mit diesem Film wohl endgültig an die Spitze der asiatischen Darsteller geschafft haben wird. Zhang Ziyi sollte sicherlich auch nicht unerwähnt bleiben, da auch sie eine rundum zufriedenstellende Performance abliefert.
Yimou Zhangs Shi mian mai fu übertrifft die schon hohen Erwartungen bei Weitem und konnte dank der bildgewaltigen und atemberaubenden Inszenierung sogar seinen letzten Film Hero toppen und wird sicherlich auch bei der Oscarverleihung 2005 auf sich aufmerksam machen können. |