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Das Daredevil Spin-Off präsentiert sich als solides aber kurzweiliges Actionkino, das vor allem mit CGI-Effekten und Martial-Arts zu beeindrucken versucht. In der Hauptrolle ist erneut Jennifer Garner zu sehen, die in ihrer Rolle hauptsächlich mit ihren optischen Vorzügen glänzen muss, um überhaupt etwas zu reißen.
Nach ihrem überzeugenden Auftritt in der Comic-Verfilmung Daredevil bekam die attraktive aber tödliche Marvel Heldin "Elektra" ein Spin-Off spendiert. Für die Hauptrolle konnte Alias Star Jennifer Garner gewonnen werden, die auch schon in Daredevil neben Ben Affleck zu sehen war. In ihrem eigenen Film wird Elektra zunächst als eiskalte Profikillerin präsentiert, die jeden noch so diffizilen Auftrag mühelos erledigen kann. Ihr Privatleben ist dafür recht trostlos und steril, da sie ausschließlich mit ihrem Auftaggeber McCabe Kontakt hat und ihre Wohnung stets klinisch rein und top aufgeräumt ist. Selbst an Weihnachten ist sie allein und bereitet sich akribisch auf ihren nächsten Auftrag, die Ermordung von Mark und seiner 13-jährigen Tochter Abbey, vor.
Kurz vor der Erfüllung ihres Auftrags wird sie jedoch von Gewissensbissen geplagt und schlägt sich kurzerhand auf die Seite von Mark und Abbey. Ihre Auftraggeber, der chinesische Geheimbund "The Hand", kann dies selbstverständlich nicht akzeptieren und setzt nun auch Killer auf Elektra an. Diese muss nun versuchen ihre eigene und die Haut von Mark und Abbey vor den übermächtigen Gegnern zu retten. Hilfe erhofft sie sich von ihrem ehemaligen Mentor Stick, der sie aber kühl zurückweist. Nebenbei erfährt man in Rückblenden einiges über die Kindheit und Ausbildung von Elektra.
Die Inszenierung von Die Herrschaft des Feuers Regisseur Rob Bowman überzeugt in erster Linie durch visuelle Ästhetik und gelungene CGI-Effekte, die vor allem bei den Killerschwadronen von "The Hand" zur Geltung kommen. Dabei gefallen die Todesküsse von Typhoid und die animalischen Tätowierungen von Tattoo, die er in echte Lebewesen verwandeln kann. Die Kampfszenen sind ganz ordentlich gelungen, wurden aber im Schnitt ein wenig unglücklich aufbereitet und wirken etwas zerfahren. Der Höhepunkt des Films, bei dem Elektra mit dem blitzschnellen "The Hand" Anführer Kirigi kämpft, findet in einem Meer schwebender Tücher statt, so dass man leicht den Überblick verliert.
Die Handlung des Films ist recht solide gestrickt, büßt aber durch den sprunghaften Erzählstil und die zahlreichen, teils überflüssigen, Rückblenden etwas an Fahrt und Attraktivität ein. Die angerissene Romanze von Elektra und Mark sowie die Mentorrolle von Elektra gegenüber Abbey sind eher lieblos ausgearbeitet und fügen sich deshalb eher mühsam in das Gesamtkonzept des Films ein. Alles in allem ist Elektra ein durchschnittlicher Film mit ordentlicher Handlung und attraktiver Hauptdarstellerin, der vor allem Fans von CGI-Effekten und Martial-Arts (wobei man an dieser Stelle nicht zu viel erwarten sollte) zufrieden stellen und gut unterhalten wird. |