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Der Kaufmann von Venedig(The Merchant of Venice, 2004)
| Dt.Start: |
21. April 2005
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Premiere: |
04. September 2004 (Venice Film Festival, Italien) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Komödie, Drama |
| Länge: |
131 min
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Land: |
UK |
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Darsteller:
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Al Pacino (Shylock), Jeremy Irons (Antonio), Joseph Fiennes (Bassanio), Lynn Collins (Portia), Zuleikha Robinson (Jessica), Kris Marshall (Gratiano), Charlie Cox (Lorenzo), Heather Goldenhersh (Nerissa), Mackenzie Crook (Launcelot Gobbo), John Sessions (Salerio), Gregor Fisher (Solanio), Ron Cook, Allan Corduner (Tubal), Anton Rodgers, David Harewood, Antonio Gil-Martinez |
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Regie:
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Michael Radford |
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Drehbuch:
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Michael Radford |
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Inhalt
Um seinem Freund Bassanio das Werben um die zukünftige Ehefrau Portia zu ermöglichen, leiht sich der angesehene Kaufmann Antonio bei dem Juden Shylock Geld. Als dieser sein Geld zurückhaben will, kann Antonio das Geld wegen schlecht laufender Geschäfte nicht aufbringen. Shylock bleibt jedoch unnachgiebig und fordert stattdessen ein Pfund Fleisch aus Antonios Brust. |  |
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Dieser Film bringt Shakespeares weltweit meist aufgeführtestes Stück "Der Kaufmann von Venedig" auf die Leinwand. Der Kaufmann von Venedig überzeugt vor allem durch großartige Bilder und tolle Darsteller. Mit jüngeren Shakespeare-Adaptionen lässt sich dieses Drama aber nicht vergleichen. Weder modern, noch allzu altertümlich geht dieser Streifen seinen eigenen Weg.
Es gibt zwei Blickwinkel, aus denen man diesen Film betrachten kann. Einerseits kann man ihn als Shakespeare-Adaption sehen, andererseits lässt er sich als Leinwanddrama bewerten. Ich will es mir nicht anmaßen zu beurteilen, in wie weit die Adaption des Theaterstücks für die Kinoleinwand gelungen ist, das überlasse ich Theater-Experten. Den Film an sich kann man aber durchaus gelungen nennen.
Regisseur Michael Radford wagte sich an eines der kompliziertesten Shakespeare-Werke. Was, zumindest in der Originalfassung, sofort auffällt ist die verwendete Sprache. Sie ist schlichter und direkter als die von Shakespeare verwendeten Dialoge. Dadurch wird der Film natürlich leichter verständlich, verliert aber auch etwas an Klasse. Wer jetzt aber denkt, dieser Streifen sei mit Romeo and Juliet oder 10 Dinge, die ich an Dir hasse zu vergleichen, der irrt. Der Kaufmann von Venedig ist um Einiges anspruchsvoller und an ein intellektuelles Publikum gerichtet. Bewusst wurde das Stück nicht, wie die letzten Adaptionen, in die Neuzeit versetzt, sondern spielt im Venedig des 16. Jahrhunderts.
Gute Schauspielleistungen und tolle Bilder machen Der Kaufmann von Venedig zu einem sehenswerten Drama. Al Pacino liefert als Shylock eine klasse Darbietung. Herausragend sind auch Kamera und Licht, denn die super Aufnahmen tragen zur Atmosphäre des Films einen großen Teil bei. Die Story ist, wie sollte es anders sein, stammt sie doch vom Meister des Dramas selbst, überaus interessant. Vor allem das Ende ist sehr spannend inszeniert. Dennoch fehlt dem Film der gewisse Charme, der normal durch die verschnörkelte Sprache entsteht. Der Kaufmann von Venedig ist trotzdem ein gelungener Film für Leute, die von einem Film mehr erwarten als Gags oder Ballereien. |  | | von Toni Straßer |

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