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Man muss sich dieses Jahr bei Horrorfilmen ja schon mit sehr wenig zufrieden geben. Umso erfreulicher ist es, dass The Amityville Horror endlich wieder ein paar nette Schocker auf die Leinwand bringt und für ein wenig Gänsehaut sorgt. All zu hohe Erwartungen sollte man allerdings auch an diesen Film nicht stellen, denn sonst holt einen die Enttäuschung schneller ein als einem lieb ist. Aber für ein unterhaltsames Grusel-Intermezzo reicht es allemal.
Es scheint das Schnäppchen ihres Lebens zu sein. Und bei dem günstigen Kaufpreis für das Traumhaus stört es George und Kathy auch nicht, dass sich in ihrer neuen Heimat vor einem Jahr eine Tragödie abgespielt hat. So ziehen die beiden Verliebten zusammen mit Kathys drei Kindern gut gelaunt in ihr neues Domizil. Doch schnell ist die Freude verflogen und die Angst hält Einzug in die Villa am See, denn das Böse ist Untermieter und treibt George in den Wahnsinn.
Dieses Remake hat mehrere Vorzüge gegenüber den anderen Gruselfilmen, die dieses Jahr schon erschienen sind. Nicht, dass die Story von The Amityville Horror intelligenter oder besser wäre, als die der anderen Streifen, aber Regisseur Andrew Douglas schafft es immerhin das Publikum geschickt von solchen Schwächen abzulenken. Auch ist man hier nicht nur auf plumpe Effekthascherei aus, sondern besinnt sich auch auf klassische Horrorelemente. Größter Pluspunkt dieses Films ist aber das Ende. Es zerstört nicht, wie beispielsweise bei Boogeyman den ganzen Film, sondern ist gelungen und passend.
Leider ist Rayon Reynolds kein Jack Nicholson, an dessen grandioser psychischen Wandlung aus Shining er sich messen lassen muss. Zwar bemüht er sich aufrichtig, den Wahnsinn sich im Gesicht ansehen zu lassen, so richtig mag ihm das aber über die gesamte Dauer nicht gelingen. Für diesen Film reicht seine Darbietung aber auch so aus und in manchen Szenen nimmt man ihm den Psychopathen dann doch ab.
Endlich wieder ein Horrorstreifen mit ein paar echten Schockern. Und das Schönste daran ist, dass fast alle funktionieren wie geplant. Vor allem der Anfang und der Schluss des Films schaffen eine gute Atmosphäre und so lassen sich die kleinen Spannungslücken im Mittelteil und die maue Geschichte auch mal verzeihen. The Amityville Horror ist, und damit hat wohl auch niemand gerechnet, kein berauschendes Meisterwerk. Verglichen mit den restlichen Gruselfilmen, die uns Hollywood dieses Jahr schon präsentiert hat, sticht er aber geradezu heraus. Wer also mal ein Auge zudrücken kann und sich gern erschrecken lässt, der ist mit diesem Streifen gut beraten. |