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Der tolle Käfer aus den 70er Jahren ist zurück auf der Leinwand! Der Anspruch war groß, denn die Fans wollten ihren sehen und nicht einen schlechten Hollywood-Abklatsch mit viel Aufwand und wenig Charakter. Angela Robinson und Thomas Lennon nahmen sich dies zu Herzen und so kam ein netter - aber nicht außergewöhnlicher - Herbie zurück, der das junge Publikum ansprechen wird.
Eines muss man den Machern ja lassen: Mut haben sie! Das Kult-Auto aus den 70er Jahren wieder zurück auf die Leinwand zu bringen ist bei Leibe keine leichte Aufgabe und dies merkt man dem Film auch an. So ist die Story um den kleinen aber tollen Käfer vollkommen konstruiert und einfallslos. Dennoch ist (zumindest für die Kleinen) der ein oder andere Lacher mit dabei.
Maggie Peyton ist die Enkelin eines berühmten NASCAR-Fahrers und will eigentlich in dessen Fußstapfen treten, wovon ihr Vater nicht sonderlich begeistert ist. Dieser betreibt den Rennstall Peyton in dem er seinen nicht sonderlich erfolgreichen Sohn in die Rennen schickt. Dem Team Peyton geht es (wie könnte es in Hollywood anders sein) finanziell sehr schlecht und so kommt Herbie, den Maggie auf einem Schrottplatz findet, gerade recht. Unerlaubter Weise fährt sie mit Herbie ein Straßenrennen gegen den amtierenden NASCAR-Meister und gewinnt! Damit ist Herbies NASCAR-Karriere beschlossene Sache - doch einige Probleme müssen natürlich noch kommen...
Die Geschichte plätschert leider ein wenig ideenlos vor sich hin - einzig der nette und sympathische Käfer sorgt für Abwechslung, sodass die Szenen in denen Herbie gegen die übermächtigen NASCAR-Schlitten antreten muss, durchaus für den ein oder anderen Lacher gut sind. Loben muss man die Special Effects-Abteilung, die dem VW ein echtes Gesicht gab und ihm dadurch mehr Mimik verlieh, als es manche Darsteller konnten.
Die Hauptdarsteller machen ihre Sache solide, aber definitiv nicht oscarverdächtig (was aber bei diesem Drehbuch auch sehr schwer ist). Lindsay Lohan - zum Glück noch vor ihrer Abmagerung - mimt die kleine unschuldige Rennfahrerin ganz gut und kann auch in den "romantischen" Szenen überzeugen, schwächelt aber zeitweise ein wenig bei den Charakter-Szenen. Also auch hier mehr Mittelmaß als großartiges Kino. Dafür weiß der Soundtrack durchaus zu überzeugen und zieht den Zuschauer ab und zu aus dem Schlaf zurück.
In erster Linie ist Herbie Fully Loaded ein Film für Kinder und diesen wird er auch gefallen. Dies liegt aber sicherlich nicht am Ideenreichtum des Drehbuchs, sondern eben an Herbie selbst. Letztlich benutzten die Produzenten einfach das Image und die Idee des kleinen Käfers um noch einmal Geld zu machen. Für Erwachsene ist der Film bedingt zu empfehlen. Anhänger sollten fern bleiben, denn ein Fanherz verkraftet diese Ausschlachtung wohl eher nicht. Für alle Anderen, die mit Herbie nichts anzufangen wissen, ist dies ein weiterer Film der Reihe "Hollywood - Filme ohne Tiefgang und Ausdruck". |