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(11:14, 2003)

Durchschnittliche Redaktionswertung

87%



Inhalt

Der angetrunkene Jack ist auf dem kaum befahrenen Highway unterwegs. Die durchtriebene Cheri lockt ihren Freund zum Schäferstündchen auf einen Friedhof. Eddie, Mark und Tim düsen mit ihrem VW Bus durch die Kleinstadt. Die Tankstellenangestellte Buzzy wird von ihrem besten Freund überfallen. Frank hat Angst, dass seine Töchter eine Dummheit begangen haben könnten. All diese Geschichten haben nichts gemein, doch um 23:14 Uhr werden sich ihre Schicksale auf verblüffende Weise überschneiden.

Kritik

von Daniel Licha

Wertung Kritik

87%

Das Regiedebüt von Greg Marcks könnte gelungener kaum sein! Ihm gelang es einen Film mit cooler Optik und einer sehr überzeugenden Erzählstruktur zu kreieren. Des Weiteren punkten die schrägen Charaktere, der gelungene Soundtrack, sowie überzeugende Darsteller für diesen kleinen, aber überaus feinen Film.

Bild aus 11:14 Kurz vor 23:14 Uhr bricht in einer kleinen US-Stadt buchstäblich das Chaos aus: Ein Angestellter überfällt seinen eigenen Supermarkt, seine Freundin braucht Kohle zum Abtreiben ihres Kindes. Ein Mann entdeckt, dass seine Tochter einen Mord begangen hat versucht diesen daher zu vertuschen und es werden zwei Menschen überfahren. Dies alles überschneidet sich und gipfelt sich zur titelgebenden Uhrzeit.

Ohne zu viel verraten zu wollen: Greg Marcks schrieb um recht einfache Geschichten ein sehr komplexes Drehbuch, welches die einzelnen Geschehen dieses Filmes nacheinander abspielen lässt. Was anfangs noch sehr schwer zu durchschauen ist, lüftet sich nach und nach, so dass einem immer wieder ein Aha-Gefühl überkommt. Gerade dieser Erzählweise ist die Spannung des Filmes zu verdanken, da der Zuschauer durchgehend mitfiebern und miträtseln kann.

Aber auch sonst kann man in Sachen Inszenierung nicht meckern! Der Regisseur schuf hier stylische Bilder mit tollen Kamerafahrten, mixt das Ganze mit viel Situationskomik und einem coolen Soundtrack, den man besser gar nicht hätte zusammenstellen können. Leider jedoch wirkt der Cast des Öfteren ein wenig unterfordert, bzw. hat zu wenig Spielraum um zu profilieren. So ist Oscargewinnerin Hilary Swank gänzlich deplaziert und Rachel Leigh Cook spielt sehr bescheiden auf. Dafür hatte Patrick Swayze nach Donnie Darko erneut eine gute Rollenwahl bewiesen, da sein Charakter nicht hätte besser gespielt werden können und er somit allen die Show stehlen kann.

Auch wenn die DVD-Regale momentan überfüllt mit Blockbustern ist, kann ich nur raten diesen kleinen, witzigen und zugleich ziemlich bösen Film eine Chance zu geben. Meines Erachtens ist Greg Marcks Regiedebüt ein Geheimtipp, der in allen Belang überzeugen kann und qualitativ 1000 mal besser ist, als die aktuellen DVD-Hits Madagascar und Mr. & Mrs. Smith.

Keine weitere Wertung


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