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Mit dieser fast niedlichen Version von X-Men ist den Machern eine unterhaltsame Familienkomödie gelungen, welche in den meisten Punkten zu überzeugen weiss. Ein grosses Plus ist die durchgehende Selbstironie, die immer wieder für einen Lacher sorgen kann. Dazu bekommen wir ein gut aufgelegtes Darsteller-Ensemble geboten, weshalb dieser Film für zwischendurch ganz einfach Spass macht.
Will Stronghold ist der Sohn von zwei Superhelden namens "Commander" (ein herrlich selbstironischer Kurt Russel) und "Jetstream" (Kelly Preston). Leider konnte er aber bei sich noch keine Superkräfte feststellen, weshalb er sich gar nicht auf die bevorstehende Einschulung auf der geheimen - und im Himmel schwebenden - Schule "Sky High" freuen will, da dort die Schüler vom Sportlehrer Coach Boomer (Bruce Campbell) in "Heroes" und "Sidekicks" aufgeteilt werden. Ohne Superkräfte, wird Will kurzerhand zum "Sidekick" deklariert, was er fortan vor seinem Vater zu verheimlichen versucht. Gleichzeitig plant ein alter Feind von Wills Eltern gerade jetzt seine lang geplante Rache auszuüben und schon bald merken die Schüler von "Sky High", dass man nur gewinnen kann, wenn alle zusammen halten.
Die Handlung von Sky High ist ganz klar auf Familien zugeschnitten: kindgerecht, simpel und immer wieder mit ein paar mehr oder weniger niedlichen Gags gespickt. Dass der Verlauf der Geschichte meistens relativ vorhersehbar ist, stört dank der Selbstironie - welche vor allem von Kurt Russel und Bruce Campbell kommt - nicht besonders, und am Ende gibt es sogar doch noch die eine oder andere diesbezügliche Überraschung. Das Gesamtbild betrachtend, kann man sagen, dass wir es hier mit auf Spy Kids-Niveau spielenden X-Men zu tun haben, was aber keineswegs negativ gemeint ist, denn dieser Spagat gelingt sehr gut.
Neben Kurt Russel und Bruce Campbell, können vor allem auch Michael Angarano (Will Stronghold) und Steven Straight (Warren Peace) - welche aufgrund der Vergangenheit ihrer Eltern in einem starken Konkurrenz-Verhältnis stehen - überzeugen. Der Zwist zwischen ihnen wirkt nie aufgesetzt oder plump, sondern trägt sehr gut zur Glaubwürdigkeit der Geschichte bei. Der restliche Cast hat aufgrund der Rollenverteilung etwas weniger zu tun, doch kann man nicht behaupten, dass irgendjemand negativ auffällt. Im Gegenteil: es scheint so, als hätten alle grossen Spaß an der Sache gehabt!
Nachdem uns Regisseur Mike Mitchell vor einigen Jahren mit Rent a Man eine eher schlüpfrige Komödie abgeliefert hatte, ist er mit diesem Film in den familienfreundlichen Bereich übergelaufen und liefert eine sehr solide Leistung ab. Auch wenn die Effekte vereinzelt etwas sehr kitschig aussehen, so passt doch alles zusammen und wir erhalten ein homogenes Bild dieser Welt voller Superhelden. Auch die Action-Sequenzen wurden sehr gut und vereinzelt sogar grandios eingefangen, wodurch man während der gesamten Laufzeit nie auch nur den Hauch von Langeweile verspürt.
Wer sich für kindgerechte Unterhaltung mit viel Action und Humor begeistern kann, kommt an Sky High fast nicht vorbei. Es wird einem alles geboten was man sich wünschen könnte und wird dabei sehr gut unterhalten. Wem am Wochenende mal langweilig ist, der sollte dieser witzigen Komödie mit vielen bekannten Gesichtern eine Chance geben und sich einfach mal für das nächste Semester der Sky High einschreiben: viel Spass beim Unterricht! |