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Vier Brüder

(Four Brothers, 2005)

Dt.Start: 10. November 2005 Premiere: 12. August 2005 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Action, Drama
Länge: 108 min Land: USA
Darsteller: Mark Wahlberg (Bobby Mercer), Tyrese Gibson (Angel Mercer), Andre Benjamin (Jeremiah Mercer), Garrett Hedlund (Jack Mercer), Terrence Howard (Lt. Green), Josh Charles (Detective Fowler), Sofia Vergara (Sofi), Fionnula Flanagan (Evelyn Mercer), Chiwetel Ejiofor (Victor Sweet), Taraji P. Henson (Camille Mercer), Barry Shabaka Henley (Councilman Douglas), Jernard Burks (Evan), Kenneth Welsh (Robert Bradford), Tony Nappo (Charlie), Shawn Singleton (Victor Hoodlum)
Regie: John Singleton
Drehbuch: David Elliot, Paul Lovett


Inhalt

Der gewaltsame Tod ihrer Adoptivmutter führt die vier Mercer Brüder wieder zusammen. Gemeinsam beschließen der hitzköpfige Bobby, der knallharte Angel, der geschäftstüchtige Jeremiah und der musikalische Jack die Angelegenheit selbst zu regeln und machen sich auf die Suche nach dem Mörder.
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Kritik

Vier Brüder hat eine Wertung von 74%
Der urbane Western von Regisseur John Singleton bietet eine klassisch erzählte und inszenierte Rachestory mit guten Charakterzeichnungen sowie roher und bleihaltiger Gewalt. Die vier Hauptdarsteller, allen voran Mark Wahlberg, gefallen in ihren Rollen, so dass gute Unterhaltung der alten Schule garantiert ist.

Bild aus Vier Brüder Vier Brüder treffen zur Beerdigung ihrer ermordeten Mutter wieder in Detroit zusammen und nehmen das Auffinden der Mörder schließlich selbst in die Hand. Diese klassische Rachestory wurde von Regisseur John Singleton, der nach einigen Popcorn Ausflügen (2 Fast 2 Furious) wieder einen Schritt in Richtung seiner Boyz N the Hood-Wurzeln macht, im Stile eines urbanen Westerns inszeniert. Dabei verzichtet er auf flache Charaktere, dröhnende HipHop Klänge, schnelle Schnitte und durchgestylte Action sondern setzt auf Charakterzeichnung, klassischen Motown-Soul und rohe Gewalt. Für die Hauptrollen konnten neben Zugpferd Mark Wahlberg die drei Darsteller Tyrese Gibson aus 2 Fast 2 Furious, Andre Benjamin von Outkast und Garrett Hedlund aus Troja gewonnen werden.

Nachdem ihre Adoptivmutter Evelyn bei einem Überfall auf einen Laden ermordet wurde, treffen die vier Mercer Brüder Bobby (Mark Wahlberg), Angel (Tyrese Gibson), Jeremiah (Andre Benjamin) und Jack (Garrett Hedlund) in Detroit zur Beerdigung zusammen. Außer Jeremiah, der einem geregelten Job nachgeht und eine Familie gegründet hat, haben die Brüder noch immer Probleme mit dem Gesetz und so ist es kaum verwunderlich, dass die Polizei auf Grund ihres Zusammentreffens in Alarmbereitschaft ist. Trotzdem nehmen sie die Ermittlungen selbst in die Hand und finden schließlich heraus, dass ihre Mutter nicht zufällig Opfer der Räuber wurde, sondern regelrecht exekutiert wurde.

Hauptdarsteller Mark Wahlberg präsentiert sich als hitzköpfiger Schläger in Hochform und wirkt mit seinem schäbigen Dreitagebart und den zurückgekämmten Haaren wie die personifizierte Fiesheit. Trotz seiner harten Fassade lässt er auch menschliche Züge durchblicken und schämt sich nicht, auch mal Tränen zu vergießen. Auch Tyrese Gibson kann in seiner Rolle als Ladiesman, der gerne mal die Fäuste sprechen lässt, überzeugen. Andre Benjamin, der zuletzt in Be Cool viel versprechend agierte, gefällt auch in Vier Brüder und bringt den Familienvater, der nicht für den blutigen Rachefeldzug seiner Brüder zu haben ist, überzeugend auf die Leinwand. Zu guter letzt macht auch Nesthäkchen Garrett Hedlund als aufstrebender Rocker eine gute Figur.

Regisseur John Singleton ist es gelungen, die brüderliche Bindung der zwei weißen und zwei schwarzen Geschwister glaubhaft auf die Leinwand zu bannen. Jedoch muss er sich bei der Story an paar Kritikpunkte gefallen lassen, da sie teilweise etwas überladen wirkt und es ihr stellenweise an Logik und Konsequenz mangelt. Glücklicherweise können der klassische Flair und die guten Darsteller diese Scharte auswetzen, so dass man Vier Brüder ein gutes Zeugnis ausstellen kann. Wer sich also für charakterstarke Racheaction der alten Schule erwärmen kann, der sollte sich diesen Film keinesfalls entgehen lassen.

von Thomas Straßer


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