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Das Kinodebüt von Shinji Aramaki kann großartige Animationen und eine durchaus interessante Geschichte vorweisen. Jedoch schmälern die teilweise sehr schwer zu verstehenden Handlungsstränge in der ersten Hälfte, sowie der grauenhafte Teenie-Pop-Soundtrack das Vergnügen dieser Manga-Verfilmung ungemein.
Im Jahre 2001 waren die Erwartungen an Final Fantasy - Die Mächte in Dir riesig und leider wurden die Zuschauer schwer enttäuscht, da es der Film nicht schaffte, die innovative Technik mit einer überzeugenden Story zu kreuzen. Daher waren die Erwartungen an die Manga-Verfilmung Appleseed deutlich geringer, auch wenn man sich auf einen technischen Leckerbissen freuen durfte.
Im Jahre 2131 gilt die Stadt Olympus als einziger friedlicher Zufluchtsort, in der schweren Zeit des Krieges. Grund dafür ist, dass künstliche Menschen - Bioroids - als letzte Hoffnung der Menschheit gelten, da diese perfekten Wesen für ein friedliches Leben sorgen. Gefahr droht jedoch, durch den ausgebrochenen Kampf zwischen Ältestenrat und einem machthungrigem General, der nur durch die Kriegerin Duncan und ihrem Gefährten Briareos verhindert werden kann.
Als Nichtkenner der Mangas braucht es schon eine Weile, um mit den Charakteren, der Hintergrundgeschichte und vor allem deren Verhalten vertraut zu werden. Aus diesem Grund ist es vor allem in der ersten Hälfte auch nicht gerade einfach, dem Geschehen zu folgen. Sobald man jedoch hinter der Fassade der Geschichte gedrungen ist, findet der Zuschauer immer mehr gefallen an der im Grunde recht einfachen, aber durchaus interessanten Geschichte, die vor allem in den letzten 20 Minuten zu überzeugen weiß.
In Sachen Animationen ist Appleseed eine Augenweide. Die Figuren in Interaktion mit dem Hintergrund sind perfekt gelungen und auch die Actionszenen können, wenngleich auch sie wieder viel zu schnell geschnitten sind, größtenteils gefallen. Jedoch werden diese Sequenzen durch eine grauenhafte Musikauswahl geschmälert, da man zu den knallharten Actionszenen einen Teenie-Pop-Soundtrack geliefert bekommt, der einfach nur nervend ist.
Was anfangs wie ein Effekt-Overkill mit kruder Story wirkt, entwickelt sich in der zweiten Hälfte jedoch zum Glück zu einem sehr interessanten Fantasyfilm, dessen Story zwar nicht wirklich innovativ ist, aber Final Fantasy - Die Mächte in Dir jedoch um Längen überlegen ist. |