Kennt Ihr schon die Düstere Legende vom Todesreview schreibenden Cinemaniacsmitarbeiter? Die Geschichte beruht auf Tatsachen und ist unabstreitbar wirklich passiert: sie findet ihren Anfang an einem herbstdurchtränkt blassen Freitagabend. Der Kinobegeisterte Filmkritiker (seinen wahren Namen fand man nie herraus) stapfte durch den verregneten Wind des ausklingenden Tages. Er war auf dem Weg in sein Stammkino um sich in einer Pressevorführung diesen Film anzusehen, von dem er in der letzten Zeit so viel gehört hatte.
Ein Sequel. Schwach umzogen seine Erinnerungen die Bilder des ersten Teils. Düstere Legenden hieß der Film und war gar nicht mal allzu schlecht gewesen: nett unverbraucht neue Gesichter, eine uramerikanische Horrorbackgroundstory und... der Kritiker zuckte zusammen, hatte ein Geräusch hinter sich gehört oder war es nur Einbildung? Ging es tatsächlich schon los? Er hatte nämlich davon gehört, das jeder der den Film sehen würde... aber das konnte gar nicht sein. Er schüttelte über sich selbst lächelnd den Kopf. War er nicht schon ein wenig zu alt um noch an solche dummen Geschichten zu glauben? Ein Freund von ihm hatte von der Großcousine seines Pizzabäckers (und die von ihrem Masseur) gehört, das jeder der sich das Sequel anschauen, den Verstand verlieren und dem Wahnsinn verfallen würde. Pfff, alberne Legende. Es ist ein Sequel wie jedes andere auch. Als ob man tatsächlich seinen Ver... oh mein Gott, er hatte schon wieder ein verdächtiges Knacken hinter sich gehört. Sein Kopf schnellte herrum und starrte Angstschweiß tropfend in die alles verschlingende Dunkelheit. Natürlich hatte er keine Angst, rannte aber vorsichtshalber mal ein ganz klein wenig, ein ganz klein weeeeeeeeeennig schneller.
Der Kritiker raste dem Kino entgegen, sprang in einem schwungvollen Bogen energisch auf die Tür zu. Knirschend ächzte die massive Holztür unter seinem Gewicht zusammen. Benommen wartete er noch weitere, endlos erscheinende Minuten auf den Einlass. Die Geräusche waren verschwunden und wieder mußte er unter trockendem Röcheln über seine eigene Angst lachen. Und schon einen weiteren Hustenkrampf später wurde die Tür geöffnet. Erleichtert wischte er sich die Tränen aus dem Gesicht und betrat die Eingangshalle. Er schnappte sich eine warm dampfende Tüte Popcorn und eine gute alte Pepsi. Na dann bin ich ja jetzt mal gespannt, dachte sich der Kritiker und plumpste Kinofiebrig in seinen Sessel.
Der Vorhang öffnete sich und der Film ging los. Eine Eröffnungssequenz die vielversprechend anfängt (die ersten 3 Minuten) und dann in einer Vorhersehbarkeit gipfelt, das dem Kritiker ganz schwindelig wurde. Das so etwas heute noch gedreht wird? Er spürte mit jeder fortschreitenden Minute einen immer stechenderen Schmerz im Hirnlappen: klischeetriefende Charaktere, billigst Einstellungen die vom ersten Moment an alles verraten und eine Story, die an eine Strunzdummsoap erinnert. Der Kritiker konnte gar nicht fassen, das er einen so verquarkten Müll vorgesetzt bekam. Ihm wurde schwindelig. Seine Sinne verkrampften und er war dem zutiefst traurig schlechten Sequel hilflos ausgeliefert. Seine Hände krallten sich hilfeschreiend in die Armlehnen, doch er bekam keinen Ton mehr herraus...
Nach circa 1 1/2 Stunden fand das Grauen ein Ende. Er war erlöst. Er war nicht mehr der Alte. Es war tasächlich passiert. Der Kritiker hatte den Verstand verloren. Ganz wie von der düsteren Legende, die ihm sein Freund (der es von seiner Großcousines Pizzabäckers Masseur gehört hatte) erzählt hatte, vorrausgesagt. Gehirntotsabbernd stapfte er aus dem Kino. Er hatte all seine geistigen Fähigkeiten verloren und das Innere seines Kopfes fühlte sich wie eine naße Socke an. Es stimmte also tatsächlich: Der Film, in seiner Funktion eine zelluloide Aspirintablette, war mit dem Fluch befallen, durch seine bestechende Einfallslosigkeit jeden der ihn sah in einen absoluten Dumpfwiesel zu verwandeln. Lediglich nur noch fähig abgrundtiefen Haß zu spüren, fühlte der Kritiker einen bakteriell übergreifenden Drang danach, alles und jedem gleichermaßen die Rübe zu vertrüben, der den Film anschauen würde, ja sogar auch nur plante, ihn sich anzuschauen.
Also faßte er den teuflischen Plan, eine Review zu schreiben und somit den Fluch einem großen Publikum auszusetzen. Den Fluch des Films durch unterschwellige Wortkombinationen (geschickt in seiner Review versteckt) durchs Internet übertragbar zu machen. Also setzte er sich hin und schrieb eine Review. DIESE REVIEW. Und wer auch immer diesen Artikel lesen würde, sollte dem Fluch des langweiligsten Sequels des Jahres verfallen. Angefangen von leichtem mundwinkelzuckendem Lächeln würde sich die Unterschwelligkeit der Worte langsam in die Gedanken des Lesers schleichen, so das er mit fortschreitendem Lesen immer mehr den Verstand verlieren würde und zum Schluß nicht mehr mehr dazu fähig sein würde Wörter zu erkennen, sondern nur noch wirre Buchstabenkombinationen wahrnehmen könnte. Also schnappte sich der Kritiker seinen Computer un setz s hnc rejshvbvfjm jcijsbde vsnuvksnd theg fua rag neniek llaf ni neseid neginnishcawhcs dnu nesolsllafnie mlif fdbv df l kjhasfndk