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Stop-Motion ist spätestens seit Nightmare Before Christmas eine kinofähige Technik, der gerade Tim Burton sehr angetan ist. Auch diesmal zeigt der Regisseur und Autor, was an Ideen, Kreativität und Können in ihm steckt! Leider nicht so 100%ig überzeugend, denn die Geschichte ist zwar nett, aber nicht fesselnd, aber dafür sind die visuellen Eindrücke - typisch Burton - einmal mehr erstklassig.
Das russische Horrormärchen, welches Burton hier als Vorlage diente, handelt von einem Mann der aus Versehen eine Tote heiratet und sich damit in eine Menge Schwierigkeiten bringt. Die eigentlich angebetete (noch lebende) Braut vermisst ihren verschwundenen Bräutigam und dieser ist unten bei den Toten gefangen und muss zusehen, wie er seine dortige Frau wieder loswird.
Tim Burton vermochte es schon immer, einen besonders extravaganten Stil an den Tag zu legen und damit seinen Filmen einen einzigartigen Stempel aufzudrücken. Mit Charlie und die Schokoladenfabrik zeigte er dieses Jahr bereits, was in ihm steckt und auch Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche macht seine enorme Kreativität sehr deutlich. Und so ist ihm hier erneut ein tolles visuell ansprechendes Filmchen geglückt, das gefällt.
Wenn visuell auch einzigartig und toll gemacht, so ist die Geschichte diesmal leider nicht so tiefgründig, wie man es sich wünschen würde. Viele interessante Aspekte werden einfach links liegen gelassen und man dreht es sich eben so "wie man es braucht". Leider ist genau diese Haltung "typisch Hollywood" und von Burton darf und sollte man einfach mehr erwarten. Zu oberflächlich scheint er diesmal das Drehbuch geschrieben zu haben - die Charaktere wirken flach und auch die Geschichte um Glaube und Hölle sind nicht tief genug betrachtet. Man vermisst die Erklärungen und auch ein wenig die klare Linie zwischen den beiden Welten - die der Lebenden und die der Toten, sodass man zwar visuell beeindruckt und durchaus unterhalten ist, aber nicht vollkommen überzeugt sein kann.
Mit Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche ist ihm sicherlich ein weiterer guter Wurf geglückt, wenn auch mit einigen Einschränkungen. Dennoch wird der Film seinen Weg meistern und jeder Filmfan sollte diesen weiteren Meilenstein der Stop-Motion-Technik gesehen haben. Dass es für Burton-Fans ein absoluter Must-See ist, versteht sich wohl von selbst und muss nicht näher erläutert werden. |