Tsui Harks Martial-Arts-Epso enttäuscht leider auf ganzer Linie! Nicht nur dass man von den Actionszenen mehr erwarten müsste, auch gelingt es dem Film, trotz seiner beträchtlichen Laufzeit von 2,5 Stunden, nie eine gewisse Charaktertiefe aufzubauen und langweilt den Zuschauer eher, als dass er ihn unterhält.
Nach seinen äußerst missglückten Ausflug in den USA (Knock Off, Black Mask 2) und den zuletzt enttäuschenden Remake zu Warriors wollte sich HK-Regielegende Tsui Hark wieder auf seine alten Werte besinnen und ein episches Martial-Art-Spektakel auf die Beine stellen, welches wie seine letzten Filme leider nicht überzeugen kann.
Aus Sicherheit ihrer eigenen Macht verhängt die Ching Dynastie im 16. Jahrhundert ein Verbot des Erlernens der Kampfkünste. Eine Vereinigung von sieben Schwertkämpfern jedoch, wehrt sich gegen den Erlass und wird zur Hilfe geholt, als sich ein kleines Dorf in großer Gefahr befindet. Doch auch unter den Schwertkämpfern scheint es Verräter zu geben.
Tsui Hark musste seinen Film, der eine eigentliche Laufzeit von 4 Stunden hatte, auf 2,5 Stunden kürzen. Dies merkt man dem Film manchmal deutlich an, da er sich kaum Zeit nimmt näher auf seine Charaktere einzugehen und diese sehr oberflächlich bleiben. Andererseits gelingt es ihm den Zuschauer über den Großteil der Laufzeit zu langweilen, da die Geschichte leider einfach gehalten ist und nichts Neues zu bieten hat.
Waren Harks Filme früher immer ein Garant für großartige Action, muss man heute ganz deutlich sehen, dass er sein Talent scheinbar verloren hat. Die Schlachten sehen zwar gar nicht schlecht aus und können für die vielen Langeweilephasen entschädigen, jedoch können sie den Vergleich mit House of Flying Daggers oder Hero zu keinem Zeitpunkt Stand halten.
Auch wenn der Cast aus einigen bekannten Namen besteht, werden diese leider nur verheizt und tragen somit zum negativen Gesamteindruck von Die Sieben Schwerter bei, dem es sowohl an Charaktertiefe, als auch an einer ordentlichen Geschichte fehlt. Somit ist Tsui Harks angepriesenes Epos auch nicht besser als seine letzten Filme.