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The New World

(The New World, 2005)

Dt.Start: 02. März 2006 Premiere: 09. November 2005 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Abenteuer, Drama
Länge: 135 min Land: USA
Darsteller: Colin Farrell (John Smith), Q'Orianka Kilcher (Pocahontas), Christopher Plummer (Capt. Christopher Newport), Christian Bale (John Rolfe), August Schellenberg (Powhatan), Wes Studi (Opechancanough), David Thewlis (Capt. Edward Wingfield), Yorick van Wageningen (Capt. Argall), Raoul Trujillo (Tomocomo), Michael Greyeyes (Rupwew), Kalani Queypo (Parahunt), Ben Mendelsohn (Ben), Noah Taylor (Selway), Brian F. O'Byrne (Lewes), Ben Chaplin (Robinson), Jamie Harris (Emery), Janine Duvitski (Mary), Eddie Marsan (Eddie), Joe Inscoe (Ackley), Jake Curran (James)
Regie: Terrence Malick
Drehbuch: Terrence Malick


Inhalt

Im April 1607 erreichen drei britische Schiffe die amerikanische Westküste, wo eine Siedlung aufgebaut werden soll. Mit an Bord ist der kriegserfahrene John Smith, der eigentlich gehängt werden soll, aber von Kapitän Newport begnadigt wird. Die Siedler landen Mitten im Territorium des mächtigen Häuptlings Powhatan und so versucht Smith in einzelnen Indianerstämmen Verbündete zu finden. Dabei trifft er auf die eigensinnige und ungestüme Pocahontas mit der er sich anfreundet.
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Kritik

The New World hat eine Wertung von 50%
Die Pocahontas-Legende verfilmt von Terrence Malick, der sicherlich einer der ungewöhnlichsten Regisseure unserer Zeit ist. Für die Einen mag The New World Kunst sein, für die Anderen die längsten 133 Minuten der Geschichte! So muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, was er von diesem "filmischen Kunststreifen" hält.

Bild aus The New World Es ist sehr schwer einen Film wie The New World zu bewerten. Einerseits zeigt Terrence Malick zum wiederholten Male, warum er als einer der talentiertesten Regisseure unserer Zeit gilt. Andererseits zeigt er jedoch auch, warum viele einen großen Bogen um seine Filme machen und machen werden. Zu welcher Seite gehört man nun? Diese Frage zu beantworten fällt nicht nur sehr schwer, sondern wirft viele neue Fragen auf.

Anfang des 17. Jahrhunderts ist Nordamerika ein riesengroßes Stück Land, welches von den Engländern besiedelt werden will. Doch die hoch entwickelten Stämme der Ureinwohner beobachten die fremden Neuankömmlinge mit Argus-Augen und sehen mehr und mehr eine Bedrohung in Ihnen. Um dieser Entwicklung gegen zu wirken wird Captain Smith ausgesandt um Freundschaft zu schließen, doch dieser schließt nicht nur Freundschaft, sondern findet in der Tochter eines Stammeshäuptlings die große Liebe.

Nachdem Smith mehrere Monate in dem Dorf der Ureinwohner gelebt hat, bricht der Winter herein und die englische Kolonie wird immer schwächer. Deswegen muss Smith zurückkehren und seine Liebe zu der "Prinzessin der neuen Welt" geheim halten, um keinerlei Aufsehen zu erregen. Als die Umstände immer schwieriger werden, fasst Smith einen schweren Entschluss - er verlässt die neue Welt und lässt seine Liebe unwissend zurück!

Man kann Malick nicht absprechen, dass er ein Gefühl für Bilder und Eindrücke hat, dennoch ist die Geschichte zu dünn und langsam erzählt, als dass man den Zuschauer 133 Minuten begeistern könnte. Die wenigen Dialoge - die meist nur Monologe sind - tragen ebenfalls nicht gerade zu Spannung bei und so bleibt also nur der künstlerische Aspekt, der den Film über die Zeit retten kann. Leider reicht dies heutzutage nicht mehr aus und wurde von asiatischen Filmen wie Hero, aber auch Produktionen wie Das Mädchen mit dem Perlenohrring, bereits wesentlich eindrucksvoller und besser umgesetzt. Auch die darstellerischen Leistungen sind zwar ansehnlich, aber nicht so bahnbrechend, dass man damit einen Film hochziehen könnte.

Insgesamt muss man bei The New World also trennen, zwischen dem künstlerisch begeisterten Publikum, welches Malick verehrt und den Zuschauern, die sich von einem Film begeistern und leiten lassen wollen. Die erste Gruppe wird sicherlich ihre wahre Freude an den eindrucksvollen Bildern und schönen Einstellungen haben. Alle Anderen sollten allerdings einen sehr großen Bogen um diesen Film machen, denn ihnen stehen 133 Minuten pure Langatmigkeit ohne große Geschehnisse bevor!

von Markus Ostertag


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