Wunderschön inszenierter Frauenfilm von 8 Mile Regisseur Curtis Hanson, basierend auf dem Beststeller "Zwei Schwestern und ein Hochzeitskleid" von Jennifer Weiner. Neben Toni Collette und Shirley MacLaine begeistert vor allem Hollywood Schönheit Cameron Diaz mit einer überzeugenden Charakterdarstellung.
Zwei ungleiche Schwestern stehen im Zentrum von Jennifer Weiners Bestseller "Zwei Schwestern und ein Hochzeitskleid", der nun von Regisseur Curtis Hanson auf die Leinwand gebracht wurde. Der Regisseur von L.A. Confidential, Wonder Boys und 8 Mile unterstreicht mit diesem Film einmal mehr, dass es sich so gar nicht auf ein Genre festlegen lässt und trotzdem immer wunderbare Filme dreht. Die leinwandgerechte Vorlage für Hansons Regiearbeit stammt aus der Feder von Susannah Grant, die zuletzt Erin Brockovich zu Papier brachte. Für die Hauptrollen verpflichtete man Hollywood Schönheit Cameron Diaz und Toni Collette aus About a boy oder der Tag der toten Ente.
Die zwei Schwestern Maggie (Cameron Diaz) und Rose (Toni Collette) könnten unterschiedlicher nicht sein. Maggie lebt nur von ihrem Aussehen, ist Analphabetin und hat keinerlei Verantwortungsbewusstsein. Rose hingegen ist eine erfolgreiche Anwältin, die ein paar Pfund zu viel auf die Wage bringt und in ihren Chef verliebt ist. Obwohl sich die Beiden wegen ihrer Unterschiede oft aneinander reiben, besteht zwischen ihnen eine feste Bindung, die seit dem Tod ihrer Mutter Bestand hat. Doch als Maggie wegen zahlreicher Eskapaden von ihrer Stiefmutter vor die Tür gesetzt wird und sich bei Rose einquartiert, wird die Bindung der Beiden auf eine harte Probe gestellt und zerbricht schließlich, als Maggie im Apartment von Rose ein Chaos veranstaltet und mit ihrem angehimmelten Chef schläft. Maggie verschlägt es daraufhin zu ihrer todgeglaubten Großmutter Ella (Shirley MacLaine) nach Florida, wo sie endlich beginnt, ihre Schwächen zu erkennen. Rose schmeißt derweil ihren Job und verdient ihr Geld fortan als Hundesitterin.
Die Geschichte ist im Grund ein Drama, wird aber durch viel Witz und Romantik etwas leichter bekömmlicher und unterhaltsamer gemacht. Regisseur Curtis Hanson gelang es einmal mehr die Essenz des Themas zu erfassen und zusammen mit drei wunderbaren Darstellerinnen auf die Leinwand zu bringen. Dass Toni Collette und Shirley MacLaine ihre Rollen als unzufriedene Anwältin bzw. rüstige Großmutter mit Leichtigkeit bewältigen würden, war zu erwarten. Überraschend ist hingegen die wahnsinnig überzeugende Charakterdarstellung von Cameron Diaz, die ihre selbstherrlichen Maggie vor allem zu Beginn des Films hervorragend auf die Leinwand bringt.
Die Romanverfilmung ist trotz einer Länge von über zwei Stunden durchweg unterhaltsam. Im ersten Teil werden etwas dramatischere Töne angeschlagen, um die beiden Schwestern einzuführen und schließlich im Streit wieder zu trennen. Die zweite Hälfte, in der die beiden Schwestern einen Selbstfindungsprozess durchlaufen ist hingegen von viel Humor sowie Romantik geprägt und endet schließlich in einem emotionalen Happy End. Alles in allem ein hervorragender Film für das weibliche Geschlecht, der die Leserinnen des Romans mit Sicherheit nicht enttäuschen wird.