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Entgleist

(Derailed, 2005)

Dt.Start: 23. Februar 2006 Premiere: 11. November 2005 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Drama, Thriller
Länge: 107 min Land: USA
Darsteller: Clive Owen (Charles Schine), Jennifer Aniston (Lucinda Harris), Vincent Cassel (Philippe Laroche), Melissa George (Deanna Schine), RZA (Winston Boyko), Addison Timlin (Amy Schine), Tom Conti (Elliot), Xzibit (Dexter), Giancarlo Esposito (Detektiv Church), David Morrissey (Sam)
Regie: Mikael Hafstrom
Drehbuch: Stuart Beattie


Inhalt

Auf dem Weg zu Arbeit lernt der verheiratete Charles, die attraktive und ebenfalls verheiratete Lucinda kennen und hat in einem Hotel mit ihr Sex. Die Beiden werden jedoch von einem Kriminellen unterbrochen, der Charles zusammenschlägt und Lucinda vergewaltigt. Da weder Charles noch Lucinda wegen ihrer Ehen zur Polizei gehen können, werden sie von dem Kriminellen obendrein erpresst.
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Kritik

Entgleist hat eine Wertung von 53%
Die als klassischer Film Noir angelegte Geschichte über die dramatischen Folgen eines Ehebruchs, handelt sich auf Grund logischer Macken und vernachlässigter Handlungsstränge einige Minuspunkte ein. Das Highlight dieses mittelmäßigen Streifens ist eindeutig der hervorragende Vincent Cassel, der den beiden solide aber nicht optimal agierenden Protagonisten mühelos die Show stielt.

Bild aus Entgleist Der Schwede Mikael Hafström, der mit seinem Film Evil international für Aufsehen sorgte, feierte mit der Verfilmung von James Siegels Bestseller sein Debüt in Hollywood und konnte sich dabei auf tatkräftige Unterstützung verlassen. Für die Adaption des Romans sorgte beispielsweise Stuart Beattie, der zuletzt bei Collateral formidable Arbeit leistete. Aber auch vor der Kamera scharen sich mit Clive Owen, Jennifer Aniston und Vincent Cassel drei Schauspieler mit Format, die für reges Publikuminteresse sorgen.

Der Werbefachmann Charles Schine (Clive Owen) ist mehr oder weniger glücklich verheiratet und sorgt sich zusammen mit seiner Frau Deanna um seine schwer kranke Tochter Amy. Auf dem Weg zur Arbeit lernt er die attraktive und ebenfalls verheiratete Finanzberaterin Lucinda Harris (Jennifer Aniston) kennen und lässt sich zum Sex in einem schäbigen Hotel hinreißen. Doch bevor die Beiden zur Sache kommen, wird ihnen von dem hinterhältigen Gangster Philippe Laroche (Vincent Cassel) die Waffe an die Schläfe gehalten. Nachdem er Charles zusammengeschlagen und Lucinda vergewaltigt hat, scheint der Albtraum für die Beiden ausgestanden. Doch Laroche will noch mehr - er fordert von Charles 20.000 Dollar oder er erzählt seiner Frau von der Geschichte.

Der Film ist als klassischer Film Noir angelegt, in dessen Zentrum zwei Menschen stehen, die für einen Fehler mehr als teuer bezahlen müssen und gleichzeitig ein Schrecken ohne Ende vor Augen haben. Clive Owen macht dabei als in die Enge getriebener Normalbürger eine ganz solide Figur, obwohl man es sich an der ein oder anderen Stelle wünschen würde, dass er ein wenig aus seiner Lethargie ausbricht. Jennifer Aniston kann in ihrer Rolle als nicht billige aber dennoch anziehende und schließlich als verängstigte sowie gepeinigte Frau durchaus überzeugen. Das schauspielerische Highlight des Films ist jedoch Vincent Cassel, der als schmieriger und kaltblütiger Erpresser allen die Show stielt.

Neben den nicht optimalen Darstellerleistungen ist es vor allem die Geschichte selbst, die den Film zwar nicht zum Entgleisen aber ins Trudeln bringt. Nach einem soliden und gut gelungenen Anfang, neigt der Film mit Beginn der Erpressung zur Schlamperei und nimmt es mit einigen Details und der Logik nicht mehr so genau. Der Plottwist, der schließlich zum etwas übertriebenen Höhepunkt führt, kommt dabei nicht unbedingt überraschend, sondern setzt sich bereits im Laufe des Films in den Köpfen des Zuschauers fest. Ein weiterer Wermutstropfen ist die Tatsache, dass der Film mit dem Höhepunkt nicht endet, sondern zu einem "finalen" Höhepunkt ansetzt und damit endgültig jegliche Glaubwürdigkeit einbüßt. Aber letztlich steckt der Teufel bei Entgleist im Detail und so ist die Geschichte trotz vielerlei Macken und vernachlässigten Handlungssträngen durchaus unterhaltsam. Was aber trotz eines unterm Strich unrunden Films bleibt, ist die Moral von der Geschicht: Ehebruch gehört sich nicht!

von Thomas Straßer


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Dt. Start: 07. Aug 2003
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