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Man Muß sich natürlich unweigerlich die Frage stellen, ob ein Sequel zu Blair Witch Projekt wirklich notwendig gewesen wäre und die Entscheidung ein solches zu drehen war sicherlich rein komerzieller Natur. Als wir den Entschluß faßten, uns Book of Shadows an Halloween anzusehen, waren wir verständlicherweise auf eine Entäuschung eingestellt. Aber siehe da, so schlecht ist der Film gar nicht.
Joe Berlinger hat nämlich genau das richtige gemacht, er hat nicht einen langweiligen Aufguß des ersten Teils gedreht, sondern ging einen ganz anderen Weg. Der erste Teil wird in diesem Film als das genannt was er ist, nämlich der Überraschungshit des letzten Kinojahres, der überall auf der Welt für Verwirrungen bezüglich seines Wahrheitsgehalts gesorgt hat. Book of Shadows läßt auch keine Gelegenheit aus, sich über die Vermarktung des Blair-Witch-Mythos und über die zahlreichen fanatischen Fans lustig zu machen. So erhält der Film eine humoristische Note. Trotzdem gelingt es dem Film eine gruslige Atmosphäre aufzubauen und eine verhältnismäßig gute Story zu präsentieren. Während uns der erste Teil mit Wackelkamera und dem völligen Fehlen von Musik in seinen Bann gezogen hat, liefert uns die Fortsetzung ein paar tolle Bilder und einen fetzigen Soundtrack.
Man muß sich eben im Klaren sein, daß die beiden Filme vom visuellen Stil absolut gar nichts miteinander gemeinsam haben. Trotzdem beschäftigen sie sich beide auf ihre ganz bestimmte Art und Weise mit der Legende von Elly Kedwad, der Hexe von Blair. Book of Shadows ist eigentlich ein riesiges Geschenk an die Fans des ersten Teils. Doch wer sich in seiner Sache ein wenig zu ernst nimmt, fühlt sich vielleicht ein bischen verarscht. Selbst schuld. |