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Ein gutes, wenn auch nicht überragendes Bio-Pic über das Leben des amerikanischen Countrysängers Johnny Cash. Der Film hat zwar tolle Schauspieler zu bieten, die ihre Rollen auch wunderbar ausfüllen, sein kleines Manko ist aber die Story. Diese weist doch einige Längen auf. Nichts desto trotz ist Regisseur James Mangold mit Walk the Line ein durchaus sehenswerter Streifen gelungen.
Nach dem sensationellen Auftritt von Jamie Foxx als Ray Charles liegt die Messlatte für diese Art von Film fast unerreichbar hoch. Dem zur Folge war es fast abzusehen, dass Walk the Line nicht an die Qualität von Ray herankommen würde. Dennoch hat dieser Film, wenn man sich den Bekanntheitsgrad und den Erfolg von Cash (zumindest in den USA) ansieht, durchaus seine Daseinsberechtigung.
Das Joaquin Phoenix ein klasse Schauspieler ist, konnte er bereits mehrmals unter Beweis stellen. Auch in der Rolle des Johnny Cashs macht er eine überaus gute Figur, auch wenn er sein ganzes Können und sein geniales Minenspiel nur in einigen wenigen Szenen wirklich voll ausschöpfen darf. Fast stiehlt ihm Reese Witherspoon die Show, die als Cashs Angebetete June Carter voll und ganz überzeugt. Sie zeigt mal wieder, dass sie nicht nur ein nettes Lächeln besitzt, sondern auch schauspielerische Klasse.
Wäre dieser Film vor Ray in die Kinos gekommen, wäre seine Bewertung wohl noch besser ausgefallen. So jedoch fühlt man sich bei mehreren Szenen zu stark an Taylor Hackfords oscarprämiertes Werk erinnert. Aber auch die Story von Walk the Line ist nicht die Beste. Etwas zu einseitig beleuchtet James Mangold das Leben des Countrystars. Die großen Erfolge von Johnny Cash finden im Film kaum Beachtung und nur wenige Szenen schaffen es das Publikum richtig mitzureißen, meist besteht aber eine etwas zu große Distanz zwischen dem Leinwandgeschehen und dem Zuschauer. Voll und ganz überzeugen können nur die Darsteller und natürlich die Musik. Trotzdem ist Walk the Line ein guter Film der für musikinteressierte Kinogänger ohnehin ein Muss darstellt. |