Der Regiewechsel hinter der Kamera hat dieser Fortsetzung gut getan, denn während sich der Vorgänger nicht zwischen zwei Genre entscheiden konnte, legt dieses gelungene Sequel viel mehr Wert auf Humor und kann unter anderem, dank seinen gut aufspielenden Hauptdarsteller, für kurzweilige Familienunterhaltung sorgen.
Trotz seiner bescheidenen Qualität avancierte Im Dutzend billiger 2003 zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres. Grund genug für eine Fortsetzung in dem, mit Ausnahme von Ashton Kutcher, wieder der komplette Cast des Vorgängers gehalten werden konnten. Erfreulich auch der Regiewechsel zu Adam Shankman, der Steve Martin immerhin schon in Haus über Kopf - Betreten auf eigene Gefahr auf sehr amüsante Weise in Szene setzen konnte.
Bei der Baker-Familie bleibt alles beim Alten! Fast, denn nachdem schon die schwangere Nora ausgezogen ist, liebäugelt nun auch Lorraine damit, das Haus der Familie zu verlassen. Grund genug für einen letzten gemeinsamen Familienausflug in die Natur. Dort angekommen herrscht wieder das Chaos und Familienoberhaupt Tom lässt es sich natürlich nicht nehmen, mit dem größten Konkurrenten seiner Jugend ein Familienduell auf die Beine zu stellen.
Überraschenderweise weiß der Film um einiges Besser zu gefallen, als sein Vorgänger! Dies liegt unter anderem daran, dass sich der Film diesmal für ein Genre, und zwar für die reine Comedy, entscheidet und somit nicht, das Problem des ersten Teiles aufweist, welcher immer wieder unentschlossen zwischen Komödie und Drama schwankte. Aber auch der Humor des Filmes hat sich durchaus verbessert, so gibt es neben den nervigen Stolperwitzchen im ersten Teil, ein breiteres Arsenal an Gags, welche zwar nie wirklich Schenkelklopfer verursachen aber immer wieder für kleine Lacher sorgen kann. Zudem gefällt auch die Charakterentwicklung, in der das typische Familienverhalten auf charmante Art und Weise aufs Korn genommen wird.
Bei so vielen Darstellern ist es natürlich schwer heraus zu stechen. Jedoch weiß Shankman im Vergleich zu seinem Vorgänger was er an Steve Martin hat und setzt ihn deutlich besser in Szene, so dass er, mit sichtlichem Spaß, seinen Humor voll ausspielen kann. Dagegen bleibt der Rest des Casts relativ blass und bekommt mit wenigen Ausnahmen nur kaum Gelegenheit sein Talent unter Beweis zu stellen.
Im Dutzend billiger 2 - Zwei Väter drehen durch! ist eine überaus positive Überraschung, die viel besser ist, als sein schwacher Vorgänger. Dies ist zum einen dem überaus witzigen Steve Martin und zum anderen den Drehbuchautoren zu verdanken, die deutlich mehr Augenmerk auf die komödiantische Seite des Filmes gelegt haben. So bietet diese Fortsetzung kurzweilige Unterhaltung für die ganze Familie.