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Die Story des Films klingt ziemlich pietätlos und demzufolge erwartet man auch ein paar härtere aber auch lustige Tabubrüche. Doch Dabei Sein Ist Alles versinkt in der Angst der Macher in irgendeiner Art und Weise zu weit zu gehen. Eine berechtigte und eigentlich sehr löbliche Sorge, die aber dem Streifen leider nicht zu Gute kommt. Denn so verzichtete man größtenteils auf Gags und der Film bietet nur selten richtig etwas zu Lachen.
Bei den Farrelly-Brüdern denkt man gleich an Witze, die an die Grenzen des guten Geschmacks gehen aber trotzdem zum brüllen komisch sind. Bei Dabei Sein Ist Alles fungierten die beiden, die mit der Figur des Warren in Verrückt nach Mary bereits einmal Scherze zu diesem Thema lieferten, als Produzenten. Doch selbst den beiden schienen die Special Olympics zu ernst zu sein, um darüber wirklich Witze zu machen. Nicht dass man das möchte, aber man fragt sich doch warum sie dann ausgerechnet eine Komödie drehen wollten, wenn sie sich nicht trauen Gags darüber zu machen.
Lobend erwähnen muss man Johnny Knoxville. Er liefert zwar keine meisterliche Schauspielleistung ab, aber er lässt durch eine sympathische Darstellung seiner Figur das Bild des kranken Jackass-Psychos, das man beim Namen Knoxville natürlich sofort im Kopf hat, schnell verschwinden. Und allein das ist schon eine Leistung, für die man Respekt aufbringen muss, denn das hätte man von ihm nicht erwartet. An seiner Seite ist die hübsche Katherine Heigl zu sehen, die ihre Rolle sehr nett ausfüllt, ansonsten aber eher unauffällig bleibt. Die Darsteller der Special Olympics-Teilnehmer sind zur Hälfte echte Athleten und zur Hälfte Schauspieler. Auch zu ihnen lässt sich nicht viel sagen, stellt der Film doch fast ausschließlich Knoxville in den Mittelpunkt der Handlung.
Wenn man schon eine Komödie mit einem so heiklen Thema macht, dann muss man diese auch konsequent durchziehen und nicht versuchen mit angezogener Handbremse zu fahren. Die Macher wollten die geistig Behinderten aber verständlicher Weise nicht lächerlich machen und verzichteten in dieser Hinsicht auf Gags. Die Lacher versuchen sie deshalb durch ein paar Ausrutsch-Szenen von Johnny Knoxville zu erreichen, was aber mehr abgedroschen als lustig ist. Der Rest des Films ist, vor allem zum Ende hin, eine etwas zu kitschige Geschichte über Ehrlichkeit, Respekt und Freundschaft. Das tut niemandem weh und ist von der Intension her auch sehr nett, ist aber auch leider nur bedingt unterhaltsam. |