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Die Fortsetzung des Überraschungserfolges Underworld macht da weiter, wo der erste Teil aufhörte und bietet durchgestylte Action in blauer Optik. Das zweite Kapitel des Kampfes zwischen Vampiren und Werwölfen übertrifft den ersten Teil im punkto Brutalität und driftet teilweise ins Splatter-Genre ab. Den Fans wirds mit Sicherheit gefallen.
Die durchgestylte Inszenierung des Krieges zwischen Vampiren und Werwölfen entpuppte sich im Jahre 2003 als Überraschungserfolg und so durften Regisseur Len Wiseman und Drehbuchautor Danny McBride ihrer Geschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen. Auch vor der Kamera blieb alles beim Alten und so stand den Filmemachern neben den Protagonisten Kate Beckinsale und Scott Speedman auch die restliche Besetzung für das Projekt zur Verfügung.
Anders als der erste Teil, spielt Underworld: Evolution nicht in der Stadt, sondern in den Wäldern Osteuropas. Der Film beginnt mit einer Rückblende und erzählt wie sich vor vielen 100 Jahren die Blutlinien der Vampire und Werwölfe in den Brüdern Marcus und William trennten. Der Vampir-König Marcus und sein Feldherr Viktor nahmen damals den ersten und mächtigsten Werwolf William gefangen und schlossen ihn an einem geheimen Ort, an dem er noch heute festsitzt, ein. Nach diesem Prolog greift der Film kurz die Geschehnisse des ersten Teils auf und steigt dann in die Handlung ein.
Die Vampir-Kriegerin Selene (Kate Beckinsale) ist nach der Ermordung des Ältesten Viktor zum Feind ihrer eigenen Sippe geworden und ist nun mit dem Hybriden Michael (Scott Speedman) auf der Flucht. Ihre letzten Hoffnungen ruhen auf dem Vampir-König Marcus (Tony Curran), der ihr nach seiner Wiederbelebung zur Seite stehen soll. Doch Marcus bringt nicht nur Kraven und den Rest von Selenes Sippe um, sondern hat es auch auf Selene abgesehen, die dem mächtigen Vampir nur mit Michaels Hilfe entkommen kann. Um endlich die genauen Hintergründe der Fehde zwischen Vampiren und Werwölfen zu erfahren, suchen sie den Historiker Tanis auf, der ihnen schließlich die Geschichte von William und Marcus erzählt. Außerdem erfahren die beiden, dass deren Vater Alexander Corvinus (Derek Jacobi) ebenfall noch am Leben ist und den Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen aus neutraler Position beobachtet.
Ähnlich wie der erste Teil, lebt auch Underworld: Evolution von Stil und Atmosphäre. Es dominieren erneut die blaue Optik, die schnellen Schnitte und die videospielartig vorgetragene Action. Die Handlung ist solide und ohne große Macken - spielt aber durchweg die zweite Geige. Die Werwölfe und Vampire des renommierten Szenenbildners und Creature-Designers Patrick Tatopoulus (I, Robot und Riddick - Chroniken eines Kriegers) kommen nur in Ausnahmefällen aus dem Computer und sind meist Menschen in Furcht einflößenden Werwolfkostümen. Besonders nett sind die Flügel von Vampir-König Marcus, die er zu spitzen Lanzen formen kann, um seine Feinde aufzuspießen.
Hauptdarstellerin Kate Beckinsale machte als unerschrockene Vampir-Kriegerin erneut eine gute Figur und durfte zur Freude des männlichen Publikums ihr hautenges Kostüm zu einer ausgiebig vorgetragenen Liebes-Szene mit Michael ablegen. Diese Szene und das offene Ende bieten einen guten Ansatzpunkt für eine mögliche Fortsetzung. Underworld: Evolution zeichnet sich des Weiteren durch extreme Brutalität aus, die teilweise sogar ins Splatter-Genre abdriftet. Ob der Film in dieser Form in die Kinos kommen wird, ist demnach fraglich. Im Großen und Ganzen ist er eine gelungene Fortsetzung, die Fans des ersten Teils mit Sicherheit nicht enttäuschen wird. |