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Ich und Du und Alle, die wir kennen

(Me and You and Everyone We Know, 2005)

Durchschnittliche Redaktionswertung

90%



Inhalt

Der Schuhverkäufer Richard Swersey ist frisch geschieden und hat zwei Söhne. Durch die Begegnung mit der impulsiven Künstlerin Christine Jesperson gerät er in Panik, obwohl er gerne aus seinem Alltagstrott ausbrechen würde. Christine verdient sich ihren Lebensunterhalt mit einem Fahrdienst für Senioren und versucht ihre Hoffnungen durch einen besonderen Blick auf das Leben wahr werden zu lassen. Richards Söhne Robby und Peter leben ihre Fantasien durch eine Internet-Affäre bzw. als sexuelles Versuchskaninchen der Nachbarmädels aus.

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Ich und Du und Alle, die wir kennen

Kritik

von Matthias Becker

Wertung Kritik

90%

Richard (John Hawkes) und seine Frau Pam (JoNell Kennedy) trennen sich, sie überlässt ihm das Sorgerecht für die beiden gemeinsamen Kinder. Er wirkt auf den ersten Blick ziemlich emotionslos und alles andere als berührt, aber bereits in der nächsten Einstellung steht er im Vorgarten, schüttet sich Petroleum auf seine Hand und zündet diese an. Sie brennt und er betrachtet die Flamme und seine Tat in aller Seelenruhe, ohne dabei ein Anzeichen von Schmerz zu zeigen, vielmehr wirkt er verwundert und begeistert über seine Tat. Seine beiden Söhne beobachten ihn dabei aus dem Fenster heraus und erst nach wenigen Sekunden wird ihm klar, was er getan hat. Die Flamme geht nicht mehr aus und um den Brand zu löschen wälzt er seine Hand auf dem Boden. Das alles klingt natürlich ziemlich schockierend, aber die Konzeptkünstlerin Miranda July, Ich und Du und Alle, die wir kennen ist ihr Regiedebüt, schafft es, daraus eine traumhafte, ergreifende Szene darzustellen.

Bild aus Ich und Du und Alle, die wir kennen Vorab wurde kurz die Performancekünstlerin Christine Jesperson, gespielt von Miranda July selbst, vorgestellt, welche einen sehr merkwürdigen und auch komischen Monolog vor laufender Videokamera widergibt. Ihre Kunst ist entweder ein verzweifelter Ausdruck und der Versuch, in absehbarer Zeit eine Beziehung eingehen zu können, oder ein Zeichen für ihr tiefgestörtes Verhältnis zur Außenwelt. Vielleicht ist es auch beides zusammen, vielleicht auch etwas vollkommen anderes. Das sollte jeder Zuschauer am besten für sich selbst entscheiden. Im weiteren Verlauf kommen sich der Schuhverkäufer Richard, der Mann mit der verletzten Hand, und Christine langsam näher. Es gibt einige wundervolle kleine Szenen, die zeigen, wie schwer es für beide ist, dieses Näherkommen überhaupt erst zu erreichen.

Dazu kommen viele skurrile aber ebenso wunderschöne Nebengeschichten über Themen wie Sex, Kinder, Internet und die Hoffnungen und Wünsche, die wir Menschen haben. Michael Andrews' Filmmusik unterlegt den Film mit seiner gewohnt ruhigen und traumwandlerischen Musik perfekt.

Der Film gleicht einem Balanceakt, denn July überschreitet mehr als einmal Grenzen und zeigt Lebensbereiche, mit denen sich so mancher Zuschauer bestimmt nicht gerne auseinandersetzt. Sie akzeptiert alle Facetten der menschlichen Natur und zeigt das mit einer Frische und Direktheit, der man sich nur schwer entziehen kann.

Ich und Du und Alle, die wir kennen ist ein wunderschöner, originell erzählter Beziehungsfilm, der zeigt, wie schwer es sein kann, in unserer heutigen Welt zueinander zu finden.

Keine weitere Wertung


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