Miami Vice Poster

Film-Seite zu Miami Vice
Trailer zu Miami Vice
Poster zu Miami Vice
Wallpaper zu Miami Vice
Offizielle Seite
Deutsche offizielle Seite
Charts-Statistiken zu Miami Vice
PDF zu Miami Vice
Forum-Topic zu Miami Vice

Miami Vice

(Miami Vice, 2006)

Dt.Start: 24. August 2006
DVD: 29. Dezember 2006
Premiere: Juli 2006 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Action, Thriller
Länge: 132 min Land: USA
Darsteller: Colin Farrell (Sonny Crockett), Jamie Foxx (Ricardo Tubbs), Gong Li (Isabella), Naomie Harris (Trudy Joplin), Barry Henley (Lt. Martin Castillo), John Ortiz (Jose Yero), Luis Tosar (Montoya), Domenick Lombardozzi (Detective Stan Switek), Justin Theroux (Detective Larry Zito), Elizabeth Rodriguez (Detective Gina Calabrese), Danny Trejo (Lt. Martin Castillo), Ciaran Hinds (FBI Agent Fujima)
Regie: Michael Mann
Drehbuch: Michael Mann


Inhalt

Sonny Crockett und Ricardo Tubbs arbeiten undercover um drei Morde in Miami aufzuklären. Im Rahmen ihrer Ermittlungen begleiten sie einen Drogenkurier, der große Mengen nach Südflorida transportiert und sie hoffentlich zum gesuchten Mörder führt. Ihr Auftrag läuft jedoch aus dem Ruder, als sich Crockett mit der Frau eines Waffen- und Drogenkuriers einlässt und Tubbs Freundin Trudy ins Fadenkreuz der Verbrecher gerät.
Shopping-Box
DVDs zu Miami Vice Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Miami Vice Poster & Merchandise
zum Film
Miami Vice bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
Miami Vice bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

Miami Vice hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 69%
Kurzkritik
von Thomas Brendel
Wertung von 72 für Miami Vice

Die Spielfilm-Adaption der Kultserie aus den 1980er-Jahren ist unter der Regie des begnadeten Michael Mann ziemlich genau das geworden, was man erwarten konnte. Die schicken Autos und Rennbote sind geblieben, die pastellfarbenen Anzüge sind dunklen Maßanfertigungen gewichen und die beiden Hauptfiguren Crockett und Tubbs haben ein zeitgenössisches Schauspieler-Update erhalten. Colin Farrell und Jamie Foxx erweisen sich als absolut würdige Nachfolger und können die Schuhe ihrer Vorgänger problemlos ausfüllen. Vor allem die authentische Inszenierung macht Miami Vice zu einem sehenswerten Film. Durch den häufigen Einsatz der Handkamera und mittels des realistischen Sound Designs wirkt der Film streckenweise erschreckend realistisch. Inhaltlich und dramaturgisch ist Miami Vice allerdings furchtbar konventionell und unspektakulär geraten. Michael Manns neuester Film spielt zwar sicherlich nicht in der gleichen Liga wie dessen Meisterwerke Heat und Collateral, bietet aber dennoch grundsolide Unterhaltung.

Kritik

von Thomas Straßer
Miami Vice hat eine Wertung von 66%
Trotz hochkarätiger Besetzung bleibt die modernisierte Version der beliebten 80er Jahre TV-Serie hinter den Erwartungen zurück. Der Film von Regisseur Michael Mann ist zwar hart und optisch ansprechend, stellt sich aber durch die mangelhaft vorgetragene Story selbst ein Bein. Schade drum, denn Colin Farrell und Jamie Foxx sind in ihren Rollen als Crockett und Tubbs die personifizierte Coolness.

Bild aus Miami Vice Nachdem er die erfolgreiche 80er Jahren TV-Serie als ausführender Produzent begleitete, bringt Filmemacher Michael Mann nun eine aufpolierte und modernisierte Version von Crockett und Tubbs in die Kinos. In die Fußstapfen von Don Johnson und Philip Michael Thomas treten mit Colin Farrell und Jamie Foxx zwei der momentan interessantesten Darsteller Hollywoods. Prominente Unterstützung erhalten sie von Gong Li, die unter Anderem in Die Geisha zu sehen war. Alles in allem eigentlich beste Vorzeichen für einen überragenden Filmgenuss.

Ohne sich groß mit einem Vorspann aufzuhalten, steigt Michael Mann bei Miami Vice direkt ins Geschehen ein. Während Sonny Crockett (Colin Farrell) and Ricardo Tubbs (Jamie Foxx) mit ihrem Team verdeckt gegen einen Zuhälter ermitteln, geht eine FBI-Operation gegen eine arische Bruderschaft schief. Um die Kohlen wieder aus dem Feuer zu holen werden Crockett und Tubbs engagiert. Sie versuchen die Lieferanten der Bruderschaft zu infiltrieren und stellen sich den kubanischen Drogen- und Waffenschmugglern als Transporteure vor. Nachdem sie von Jose Yero (John Ortiz), einem Mitglied der mittleren Führungsebene des Kartells, und der chinesischen Geschäftsfrau Isabella (Gong Li) überprüft wurden, lernen sie Oberboss Jesus Montoya (Luis Tosar) kennen. Die Operation läuft hervorragen, bis Crockett eine Affäre mit Isabella beginnt, die dummerweise die Ehefrau von Montoya ist.

Der Look des Films ist erwartungsgemäß auf Coolness getrimmt, die vor allem durch die beiden Hauptdarsteller transportiert wird. Dabei kommen die Beiden ohne das Reißen von coolen Sprüchen aus, sondern verhalten und geben sich schlichtweg cool. Colin Farrell interpretiert seine Figur Crockett als coolen Draufgänger, der durch Taten und nicht durch Gerede glänzt. Die Figur Tubbs wird von Jamie Foxx etwas zurückhaltender angelegt. Er ist zwar genauso cool und angriffslustig, hat aber im Gegensatz zu Crockett das Vernunft-Gen und hält seinen Partner dadurch in der Spur. Das die Beiden umgebende Team bleibt im Film weitestgehend blass. Einzig Trudy (Naomie Harris) gewinnt als Freundin von Tubbs etwas mehr Tiefe.

Nachdem Dion Beebe bei Miami Vice die Kamera führte, ist es kaum überraschend, dass der Film optisch stark an Michael Manns letztes Werk Collateral erinnert. Die Optik ist erneut meilenweit von Hochglanz entfernt und betont grob und dreckig. Die Kamera wackelt oft, so dass man sich durch diesen Doku-Effekt mittendrin statt nur dabei fühlt. Auch bei den Action-Sequenzen ist deutlich die Handschrift von Michael Mann zu erkennen. Wie immer geht es nicht gerade zimperlich zur Sache und abgegebene Schüsse klingen schön dumpf und real.

Soweit alles wunderbar, doch kommen wir nun zur Geschichte. Hierbei stört nicht die Tatsache, dass die Thematik - Undercover-Cops infiltrieren kubanisches Drogenkartell - bereits mehrfach inszeniert wurde und daher kaum Neues bietet. Vielmehr stört die Art und Weise wie Michael Mann seinen Film vorträgt und wie er die Handlungsstränge akzentuiert. Der Film hält sich viel zu oft mit Dingen auf, die für den Fortschritt der Handlung vollkommen unerheblich sind. In diesen Sequenzen werden Charakterzüge der Protagonisten herausgearbeitet, die letztlich kaum für den Film relevant sind. Aus diesem Grund schleicht sich des Öfteren Langeweile ein, die auch durch coolen Look nicht kaschiert werden kann.

Des Weiteren ist es sehr störend, dass die Affäre zwischen Crockett und Isabella ein derart zentraler Bestandteil des Films ist, da man in jedem Undercover-Leitfaden mit Sicherheit nachlesen könnte, dass man besser nichts mit der Frau des Feindes anfangen sollte. Zu guter letzt sind noch die unaufgelösten Handlungsstränge zu kritisieren, die der Film einfach so ins Leere laufen lässt. Unterm Stich ist Miami Vice einer der schlechteren Filme von Michael Mann. Der Film ist zwar cool und optisch ansprechend, aber die mangelhaft vorgetragene Geschichte bricht dem Film schließlich das Rückgrat. Schade, denn spätestens seit der Teaser Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde, war ich auf den Film heiß wie eine Herdplatte.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Heat
Dt. Start: 29. Feb 1996
Vorschlag entfernen
 
 
 
 
 

© 2012 MovieMaze.de