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Das Remake des Klassikers When a Stranger Calls wurde von Simon West inszeniert, der bereits mit Con Air bewies, dass er einiges auf dem Kasten hat. Auch diesmal ist ihm eine solide Leistung gelungen, dennoch muss er sich Abstriche gefallen lassen, denn logisch ist die Story an manchen Stellen nicht wirklich!
Horrorfilme erfreuen sich in letzter Zeit wieder größter Beliebtheit. Nachdem Filme wie Final Destination 3, The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen und so weiter an den Kinokassen gutes Geld bringen, gräbt man in den alten Archiven, um Material für neue Filme zu haben. So auch geschehen bei Sony Pictures. Herausgekommen ist ein Remake von When a Stranger Calls aus dem Jahre 1979 - wobei man zugeben muss, dass eigentlich nur die ersten 20 Minuten des Originals als Grundlage für Unbekannter Anrufer dienten.
Jill (Camilla Belle) stellt sich auf einen ruhigen Abend als Babysitterin in einem riesigen Haus eines Arzt-Ehepaares ein. Doch nach kurzer Zeit klingelt das Telefon und Jill hört nur ein leises atmen am anderen Ende der Leitung. Als der unbekannte Anrufer immer wieder und wieder anruft, bekommt sie es mit der Angst zu tun und informiert die Polizei, die aber erstmal nichts unternehmen kann. Als der geheimnisvolle Anrufer sich wieder meldet, hört sie erstmal eine Stimme: "Hast Du nach den Kindern gesehen?" Daraufhin ist Jill klar: Hier geht es um Leben und Tod! Ein Katz und Maus-Spiel beginnt...
Grundsätzlich muss man zwischen zwei Arten von Horrorfilmen unterscheiden: Filme wie The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen bauen mehr auf die Effekte und die brutale Art und Weise auf die Menschen getötet werden - der Horror wird hier durch die visuelle Wahrnehmung der Taten erzeugt. Die andere Art ist der unterschwellige Psycho-Horror. Dieser funktioniert meist durch eine Alltagssituation in die sich jeder hineinfühlen kann. Man sieht zwar keinen Mörder, aber weiß, dass da jemand oder etwas ist - hier hilft das menschliche Gehirn mit, um die Angst zu erzeugen, denn letztlich passiert das Grausame nur im Kopf des Zuschauers.
Unbekannter Anrufer ist klar in der letzten Kategorie anzusiedeln. Leider haben diese Filme ein besonders wichtiges Kriterium, denn die Angst funktioniert nur, wenn die Geschichte absolut logisch und nachvollziehbar ist. Genau hier liegt oftmals der Knackpunkt. Auch bei diesem Film verstecken sich ein paar Logikfehler, die den Filmgenuss ein wenig trüben. Dennoch weiß Simon West mit seinen guten Kameraeinstellungen und der besonderen Atmosphäre des riesigen Hauses zu spielen und schafft eine beklemmende Situation. Aber auch die hübsche Hauptdarstellerin Camilla Belle beweist, dass sie einer solchen Rolle durchaus gewachsen ist.
Das Remake ist durchaus gelungen, wenn es auch klare Abzüge durch die Logikfehler geben muss, die dem Zuschauer durchaus sauer aufstoßen können. Im Großen und Ganzen ist Unbekannter Anrufer ein guter Psycho-Horrorfilm, der sich an die alte Schule erinnert und wieder Angst und Schrecken in den Kinosälen verbreiten wird. |