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Ultraviolet

(Ultraviolet, 2006)

Dt.Start: 06. Juli 2006 Premiere: 24. Februar 2006 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Action, Horror, Sci-Fi
Länge: 88 min Land: USA
Darsteller: Milla Jovovich (Violet), Cameron Bright (Six), Nick Chinlund (Daxus), William Fichtner (Garth), Sebastien Andrieu (Nerva), Ida Martin (Junge Violet), Ricardo Mamood (Song jat Shariff), Jennifer Caputo (Elizabeth P. Watkins), Duc Luu (Kar Wai), Ryan Martin (Detective Breeder), Digger Mesch (Det. Endera), Pete Spurrier (Chief of Research), Russell Wait (Combat Reserve Doctor)
Regie: Kurt Wimmer
Drehbuch: Kurt Wimmer


Inhalt

Ende des 21. Jahrhunderts wird die Menschheit von einer vampirartigen Krankheit namens Hemophagia heimgesucht, die ihre Opfer genetisch verändert und somit schnell, widerstandsfähig und extrem intelligent macht. Aus Angst vor der Krankheit versucht die Regierung die Infizierten zu isolieren und treibt die Welt dadurch an den Rand eines Bürgerkrieges. Die infizierte Violet gerät ins Zentrum des Konflikts, als sie den neunjährigen Six vor einem Killerkommando der Regierung, die ihn als Bedrohung eingestuft hat, beschützt.
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Kritik

Ultraviolet hat eine Wertung von 12%
Mit diesem hektischen, masslos überstilisierten und mit einem Hauch von Blade versehenen billigen Abklatsch seines Films Equilibrium hat sich Regisseur Kurt Wimmer ins eigene Bein geschossen. Hier stimmt einfach gar nichts, und wer sich dennoch diesen Film ansieht, wird sich von der ersten bis zur letzten Minute fragen, warum. Selten wurde aus einer soliden Grundidee ein solch stümperhafter Streifen produziert, womit es sehr schwierig ist diesem Film irgendetwas Positives abzugewinnen... mit Ausnahme vom Anblick der sexy Hauptdarstellerin.

Bild aus Ultraviolet Ja, es war ein toller Film, mit einer guten und dramatischen Handlung und punktuell eingesetzten Action-Szenen, die es in sich hatten und somit - trotz einzelner Schwächen in Sachen Schnitt - eine grandiose Wirkung entfalten konnten. Dazu gute Darsteller, eine gelungene Optik und das nahezu perfekte Mass an Stil: Man kann wirklich sagen, dass Kurt Wimmer mit Equilibrium einen sehr gelungenen Film abgeliefert hatte. Umso mehr stellt sich nun die Frage, was um alles in der Welt passiert ist, dass so ein Hochglanz-Müll wie Ultraviolet als Tochter des selben Vaters das Licht der Welt erblicken konnte...

In diesem Machwerk, geht es um Milla Jovovich alias Ultraviolet, welche als durch einen Virus mutierte Frau zwischen die Fronten Ihresgleichen und der Regierung gerät, dabei einen unglaublichen Komplott aufdeckt, und dessen Ausmasse zu verhindern versucht. Leider sind jegliche überraschende Wendungen von Equilibrium abgekupfert worden und wenn man es sich recht überlegt, geht es hier doch nur um Milla Jovovich und ihren Bauchnabel. So ist Sie denn auch die einzige Frau, welche im ganzen Film konstant in bauchfreien Tops herumläuft und Ihren Haaren alle paar Minuten eine andere Haarfarbe verpasst. Der Rest wirkt dermassen zusammengeschnipselt, dass es nicht mal mehr erwähnenswert ist.

Dieser Film bietet schwer nachvollziehbare Gadgets, Formwandlungen jenseits von Gut und Böse, eine Optik, wie aus einem Fernseher bei dem die Farbe auf das absolute Maximum gesetzt wurde, CGI-Effekte wie aus einem Computerspiel der 90er Jahre, extrem schnelle und hektisch geschnittene Action-Sequenzen bei denen sich die Augen des Zuschauers kontinuierlich mit Tränen füllen müssen um das brennende Gefühl zu bekämpfen, welches sich zwangsläufig ausbreitet, und dermassen hirnrissige Dialoge, dass man spätestens nach zehn Minuten gar keine Lust mehr hat zuzuhören. Immer wieder stellt sich einem hier die Frage, ob das Material vor dem Editing überhaupt angesehen wurde, denn man kann einfach nicht glauben, dass es wirklich so gewollt war: Die Darsteller kann man nicht beurteilen, da jeder Einzelne wie eine retuschierte Version seiner selbst aussieht und somit keinerlei Mimik mehr erkennbar ist. Am schlimmsten ist es bei Milla, welche den ganzen Film hindurch ein helles Leuchten um sich hat: Was soll das?!? Ich weiss, dass Sie die Hauptfigur ist, und brauche deswegen keine Leuchtzeichen die mich auf dem Laufenden halten sollen! Das Publikum wird hier für dumm verkauft, und dies wird einem auch immer wieder vor Augen geführt! Und ganz ehrlich: Es ist nicht nur verschwendetes Geld sich dieses Machwerk anzusehen, sondern auch verschwendete Zeit eine Kritik darüber zu schreiben, weswegen ich jetzt auch aufhöre.

Wem es reicht, Milla Jovovich über eineinhalb Stunden bauchfrei Rumrennen zu sehen, und dazu eine einzige halbwegs gelungene Gun-Kata-Kampfszene (bekannt aus Equilibrium) - welche man sich aber besser in Zeitlupe ansehen sollte - zu erleben, der kann sich ja mal die DVD ausleihen; doch einen Gang ins Kino sollte man am Besten nicht einmal in Betracht ziehen! Lieber nochmals Equilibrium anschauen und sich vorstellen Christian Bale wäre eine Frau, dann hat man schon die bessere Variante von Ultraviolet gesehen und braucht sich dies hier nicht mehr anzutun. Ich bin gespannt, auf welchem Niveau Kurt Wimmers nächstes Werk spielen wird, denn viel tiefer geht es sicherlich nicht mehr!

von Kurt Meinicke


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