Das Remake des Horrorklassikers aus dem Jahr 1977 hat durchaus einiges an Potential und spielt dieses auch gekonnt aus. Dennoch zeigt man keinerlei Innovation des Horrorgenres, sondern hält an Altbewährtem fest und geht auf Nummer sicher. Dadurch resultiert ein solider Horrorstreifen, der aber leider jedes (noch so schlechte) Klischee eines Horrorfilms erfüllt und einige Logiklücken enthält.
Horrorgeschichten haben meist das Problem, dass die Storyline erhebliche Logikfehler aufweist und genau das unterscheidet heutzutage einen guten von einem schlechten Film. Denn die Effekte und Schocker kann man dank moderner Computertechnik und ein wenig Fantasie recht billig produzieren. Leider weist The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen genau bei der Story enorme Schwächen auf, zeigt aber auch sonst keine Alternativen, sondern hält sich an alte Horrorregeln, die man manchmal besser brechen sollte.
Die Carters sind auf dem Weg in den gemeinsamen Familienurlaub und werden in eine tödliche Falle gelockt. Denn in der Hoffnung auf eine Abkürzung stranden die Urlauber mitten in der Wüste und sehen sich gezwungen sich zu trennen. Das Familienoberhaupt Bob macht sich wie Doug auf, um zu Fuß Hilfe zu holen und lässt den Rest der Familie zurück. Als die Nacht hereinbricht, wird der kompletten Familie klar, dass sie von mutierten Menschen umziegelt sind und diese nach ihrem Blut lechzen.
Alles in allem wird hier solide schauspielerische Leistung mit dem Standard-Repertoire an Horror-Schockern geboten. Dennoch sind die Schwächen des Films recht deutlich: Nicht nur, dass die Geschichte an manchen Stellen jeglicher Logik entbehrt, auch die Tatsache, dass man äußerst geradlinig und ohne Überraschungen eine Geschichte mit grauem Bart erzählt, sorgt für getrübten Kinogenuss. Für Fans des Genres ist der Streifen sicherlich zu empfehlen, aber wer innovativen Horror will, der sollte sich lieber an andere Streifen halten.