Maggie Smith ist das Highlight dieser Komödie und liefert eine aberwitzige Darbietung ab. Doch nicht nur ihr ist das Gelingen dieses pechschwarzen Filmes zu verdanken, da der restliche Cast ebenso munter wie Smith agiert und sowohl Drehbuch als auch die Dialoge einen Brüller nach dem Nächsten liefern können.
Lange ist es her, dass schwarze britische Komödien im Stile von Kind Heart and Coronets in den deutschen Kinos zu sehen waren! Wer sich durch die deutsche Werbekampagne, die eine typische Rowan Atkinson Komödie anpreist, nicht hinters Licht führen lässt, bekommt endlich mal wieder einen Film im Stile des Original Ladykillers zu sehen.
Als ihr Mann sie betrügt kennt Rosie Jones keine Vergebung und zerstückelt sowohl ihn, als auch seine Geliebte. Sie wird daraufhin in psychiatrische Behandlung gegeben. 43 Jahre später in den kleinen Nest Little Wallop engagiert Reverend Walter Goodfellow die etwas ältere Grace als Hausmädchen. Die vielen Probleme der Familie scheinen sich von nun, im wahrsten Sinne des Wortes, zu verschwinden.
Nachdem sich der Film zu Beginn genug Zeit nimmt um seine Charaktere vorzustellen, beginnt mit der Einstellung von Grace die eigentliche Geschichte des Filmes, die nicht nur gut geschrieben ist, sondern auch köstliche Dialoge zu bieten hat, bei denen man sich vor Lachen kaum noch auf dem Sitz halten kann. Aber nicht nur die Dialoge, sowie die Charaktere wissen zu überzeugen, auch das Ende bietet keinen Grund zur Kritik.
Was den Film jedoch so gelungen macht, sind nicht nur die aberwitzigen Dialoge, sondern auch das gute Timing des Regisseur und Drehbuchautors, der im richtigen Moment immer den perfekten Spruch parat hat. Sehr positiv ist den Film auch anzurechnen, dass er seiner Geschichte vertraut und die Dialoge als einziges humoristisches Mittel benutzt.
Die Darsteller passen sich dem Niveau des Filmes ohne Probleme an. Rowan Atkinson spielt den Dorfpfarrer mit überraschender Zurückhaltung um somit Maggie Smith glänzen zu lassen, die hier ihre wohl witzigste Performance ihrer langen und großen Karriere abliefert. Es macht einfach Spaß ihr beim Spielen zuzusehen und man kann ihr in jeder Szene anmerken wie viel Freude sie bei den Dreharbeiten hatte. Dagegen sehen Kristin Scott Thomas und Patrick Swayze schon fast ein wenig alt aus, aber auch ihnen nimmt man ihre Rollen ohne Probleme ab.
Wer endlich mal wieder aberwitzige und böse Dialoge hören möchte und zudem eine lustige Geschichte und eine glänzende Maggie Smith sehen möchte, der ist in dieser kurzweiligen, aber überaus unterhaltsamen britischen Komödie genau richtig.