Der teuerste chinesische Film aller Zeiten wirkt auf dem Betrachter eher wie einer der billigsten Produktionen, die die letzten Jahre Asien verlassen hat! Nicht nur, dass der Film eine bescheidene Geschichte, miese Charaktere und bescheuerte Dialoge zu bieten hat, auch in Sachen Inszenierung versagt Kaige Chen auf ganzer Linie.
Nachdem sich Kaige Chen mit Xiaos Weg von seiner Megagurke Killing Me Softly wieder ein wenig rehabilitiert hat, war sein neuestes Projekt eines, das seinen früheren Meisterwerken ähnelt. Doch wer erneut auf einen klasse Film a la The Assassin hofft, wird schnell eines Besseren belehrt.
Um ihrer Armut zu entkommen lässt sich das junge Mädchen Qingcheng auf einen Pakt ein: Sie wird eine bildhübsche, wohlhabende Prinzessin sein, hat jedoch das Laster, dass sie nie mit dem Mann den sie liebt zusammen sein kann ohne ihn ins Verderben zu stürzen. Als sie sich jedoch in Sklaven Kunlun verliebt, der ihr in der Identität des Gernerals Guangming das Leben rettet, will sie ihr Schicksal nicht auf sich beruhen lassen.
Was sich inhaltlich wie der typische Stoff für ein Liebesepos anhört, ist leider nicht mehr als eine ziemlich bescheidene Liebesgeschichte, die durch ihre Inszenierung in den Hintergrund gestellt wurde. Das Verhalten der Charaktere ist nicht nachvollziehbar, ebenso wenig können die Dialoge überzeugen, die einfach nur lächerlich wirken.
Könnte man aufgrund von einer wunderschönen, bildgewaltigen Inszenierung Kaiges über dieses Manko hinwegsehen, wird die Hoffnung jedoch schon im Keim erstickt. Der teuerste chinesische Film aller Zeiten gelingt es auszusehen wie ein PC-Spiel vor 10 Jahren und das will bei einem 35 Millionen Dollar Projekt etwas heißen! Die Kamerafahrten sind grottig, die Optik des Filmes unerträglich und die Effekte wie schon genannt einfach nur schlecht.
Auch die bekannten Gesichter des chinesischen Kinos bekleckern sich nicht mit Ruhm. Cecilia Cheung, die ihr Talent schon oft, unter anderem in King of Comedy unter Beweis stellen durfte, hat hier nicht mehr zu tun als gut auszusehen, denn schauspielern kann man das nicht nennen. Das kann man jedoch zu dem kompletten Cast um Nicholas Tse (New Police Story), Dong-Kun Jang (Brotherhood) und Hiroyuki Sanada (Twilight Samurai) sagen, die sich allesamt unter Wert verkaufen.
Immerhin könnte man jetzt aufgrund der vielen Mängel theoretisch noch auf einen unterhaltsamen Trashfaktor hoffen, jedoch wird die Hoffnung schnell zerstört, da sich dieser lächerliche Filme so bierernst nimmt, dass man nur den Kopf schütteln kann. Nach Killing Me Softly hat Kaige Chen nur schon die zweite Vollgurke auf seinem Konto. Bleibt zu hoffen, dass er mit seinen nächsten Projekten wieder zu alter Form findet, denn dieser Film ist keinen Cent des Eintrittsgeldes wert.