Unbreakable - Unzerbrechlich Poster

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Unbreakable - Unzerbrechlich

(Unbreakable, 2000)

Dt.Start: 28. Dezember 2000
DVD: 20. September 2001
Premiere: 14. November 2000 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Drama, Sci-Fi, Thriller
Länge: 107 min Land: USA
Darsteller: Bruce Willis (David Dunne), Samuel L. Jackson (Elijah Price), Robin Wright (Audrey Dunne), Spencer Treat Clark (Jeremy Dunne), Charlayne Woodard (Elijah's Mutter), Eamonn Walker (Dr.Mathison), Leslie Stefanson (Kelly), William Turner (Elijah 8 Jahre), Johnny Hiram Jamison (Elijah 13 Jahre), Michaelia Carroll (Babysitter), Bostin Christopher (Comic Clerk), David Duffield (David Dunn 20 Jahre), M. Night Shyamalan (Drogendealer)
Regie: M. Night Shyamalan
Drehbuch: M. Night Shyamalan


Inhalt

Ein verheerendes Zugunglück vor den Toren von Philadelphia fordert 131 Tote. Nur ein einziger Mensch überlebt und das ohne auch nur den Hauch einer Verletzung. Hatte David Dunn nur unglaubliches Glück oder hat der Vorfall vielleicht eine weitaus tiefere Bedeutung? Ein mysteriöser Comic-Sammler namens Elijah Price behauptet, er kenne die Antwort auf diese Frage.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Unbreakable - Unzerbrechlich hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 85%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thorsten Woner
Unbreakable - Unzerbrechlich hat eine Wertung von 85%

ATTENTIONE! Dies ist eine Review für all diejenigen, die den Film schon gesehen haben! Also, was soll ich von dem Film halten? Am besten ist er wie ein guter, alter Whiskey zu umschreiben: Auf den ersten Geschmack dröge unerfüllend und dann nach einer gewissen Zeit, nach einem gewissen Moment wird er plötzlich so richtig Mjammi. M. Night Shyamalan hat eine Film inszeniert, der in sich perfekt geschlossen ist und eine Symbiose von Schauspiel, Inszenierung und Story bietet.

Schauspiel: Sam the Man erweist sich mal wieder als einer der zur Zeit unterschätzt wandlungsfähigsten Schauspieler und legt eine brodelnd lauernde Performance ab. Bruci nimmt man die Rolle des tragisch Leidenden bedingungslos ab und wird überrascht mit der Tatsache, das er einer der wirklich wenigen Schauspieler der Welt ist, die alles spielen können. Sam und Bruce zusammen verstehen ihre Rollen in gegenseitigem Einverständniss als eine Gleichzeitigkeit, die aus einer Gegensätzlichkeit entsteht. Erstaunend dabei ist die Tatsache, das sich diese(r) Wechsel/Verschmelzung sowohl aus der Story, wie auch aus der beiden Schauspiel ergibt. Wow, wann gabs das das letzte mal?

Inszenierung: M. Night Shyamalan hat einen Film geschaffen der seinen wahren Sinn erst durch die Auflösung erfährt, jedoch nicht auf die Logik, sondern vielmehr auf die Optik bezogen. Wow, wann gabs das das letzte Mal? Aber ohne auf die Auflösung einzugehen, läßt sich mit Sicherheit behaupten, das der Film in einem hypnotischem Fluß ganz langsam dahinschleicht; ohne jegliche Überraschungen ist man trotzdem ständig der Handlung ausgeliefert und vor allem gefesselt. M. Night Shyamalan hat einige der schönsten und kreativsten Aufnahmen des Jahres auf die Leinwand gezaubert: Der Gardinenshot ist für den Kinoverliebten Zuschauer die Art magische Erfüllung die sich zuletzt in Form einer wehenden Tüte (American Beauty) warm in unserm Bauchlein ausgebreitet hat; einfach zum verlieben. Jedoch hat man teilweise das Gefühl, das der Regisseur manchmal nur ganz knapp an der Grenze vorbeischlittert, seine Optik zu sterilisieren: Eine tolle Aufnahme an die nächste geklebt. Doch das genau das Gegenteil der Fall ist bzw. dieses Bildkleben einen bestimmten Sinn hat, wird erst beim Zweitsehen verständlich.

Die Story: Comics. In dem Film gehts nicht nur um Comics. Der Film handelt von Comicgeschichten und ist dabei ganz bewußt selbst eine! Alles spricht dafür: Der Aufbau der Bildsprache gleicht dem eines Comics (alt traditionel, kein Kommerzscheiß), die Geschichte ist auch ganz klassisch die eines Comics. Der Kampf von Gut und Böse, ohne Grenzverschiebung, sondern klar definiert. Sam ist der Villain: ein Außenseiter, der von allen verspottet wurde und in seiner Zurückgezogenheit und aus seinem Schmerz heraus seine wahre Erkenntniss gefunden hat. Optisch gesehen ist es auch unverkennbar, daß Sam the Man den Bad Guy par excellence spielt: scharzes Designeroutfit, Ledern (man beachte den purpurroten Saum seines wehenden Mantels), der Stock (Symbiose der Zerbrechlichkeit von Optik und Story, vom Mittel zum Zweck), der Rollstuhl als Ausgrenzung von allem Andern, das stylisch gepolsterte Auto und so weiter. Bruce ist der Verlierertyp, der langsam in seine Fähigkeiten hereinwächst und dann im Good-Guy-Cape tut, was er tun muß. Beide Charaktere stammen vom Gefühlswesen und vom Intellekt, sowie auch von der Optik aus dem Comicmetier. Diese Comicdeutung erklärt somit auch das verwirrende Intro, in dem ausführlich über Comic-Konsum und Verständniß interpretiert wird, denn ansonsten wäre dies total unsinnig und überflüssig. Und auch der abrupte Schluß mit der banalen Schriftuzugabfertigung, der so manches im Raum stehen läßt, passt wie das Grün zum Hulk (oder die Faust aufs Auge) zum Comicstorystil.

Wie schon gesagt ist der Film und ganz besonders die Auflösung sehr banal und unbefriedigend, aber im Verständniss der durchdachten Interpretation einfach zu clever. Ist M. Night Shyamalan wirklich einfach nur ein Regisseur oder hat der Mann tatsächlich eine ganz besondere Gabe? Wie auch immer. Der Mann ist meiner Meinung nach all das Lob wert, das Spielberg fälschlicherweise zugesprochen wird. Viel Spaß beim Zweitschaun wünscht Euch Hermann Hero.



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