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The Cell

(The Cell, 2000)

Durchschnittliche Redaktionswertung

80%



Inhalt

FBI-Agent Peter Novak ist auf der Jagd nach einem psychopatischen Serienkiller, der seine jungen weiblichen Opfer erst stundenlang in einer Zelle foltert, bevor er sie ertränkt und danach zu menschlichen Puppen formt. Als sein Team Carl Stargher endlich erwischt, liegt der Mann jedoch im Koma. Die Psychologin Catherine Deane bekommt den Auftrag sich in das Gehirn des Killers einzuklinken, um den Aufenthaltsort des zuletzt entführten Mädchens herauszufinden.

Kritik

von Thorsten Woner

Wertung Kritik

80%

Sigmund Freud: "Die psychoanalytische Traumdeutung geht davon aus, daß im Schlaf seelische Erregungen, besonders primitive, mit der bewußten Moral im Widerspruch stehende triebhafte Wunschregungen, als Traumerreger wirken und in symbolischer Verkleidung ins Bewußtsein dringen". Mit dieser psychoanalytisch, medizinisch gefestigten Definition möchte ich direkt zu Anfang das allgemein über diesen Film so negative Urteil revidieren, das er nur aus und auf Optik bestehen würde. In diesem Film geht es nicht um die übliche Wettlauf-mit-der-Zeit Story. Dieser Spannungsmoment, ob das Mädchen, das vom Psychopathen gekidnappt wurde, rechtzeitig gefunden werden wird, ist nur Rahmenhandlung, ein Katalysator des Eigentlichen: der Psyche, der abstruden Welt eines Verlorenen; verloren in sich selbst und somit auch in seiner Reaktion auf die tatsächliche Welt die ihn umgibt, ihn verurteilt für das was er tut.

Der Film ist nicht darauf ausgelegt, eine spannende Geschichte zu erzählen, sondern den Zuschauer zu entführen, in eine Welt die ihm bisher nur durch dumpfe Analyse und unbefriedigende Fachlaberei verschlossen blieb: die Welt, die Gedankenwelt eines Mörders. Wir erfahren, was ihn antreibt, was ihn motiviert und ausgrenzt von unsere Logik im Umgang miteinander. Deshalb soll mir bitte niemand kommen und behaupten, das der Film zwar eine tolle Optik habe, aber keine oder zumindest eine langweilige Story, denn hier gehts nicht ums "Wie" oder "Wann", sondern ums "Wieso". Dieses darstellen und erklären zu wollen ist natürlich ein mutiges Experiment, denn hegt es eine schwierige Gratwanderung zwischen Analyse und Entertainment. Aber der Regisseur hat es meiner Meinung nach sehr gut hinbekommen da man sich darauf einläßt, von Bilder faszinieren zu lassen, die Neu und befremdlich fesselnd sind, aber gleichzeitig eine ungeheure Bedrohung und Kälte ausstrahlen. Man ist erstaunt von Bildern, die beschreiben was im kranken Dasein des Killers vorgeht und gleichzeitig ein wenig enttäuscht, da der Film sehr Seelenlos wirkt. Aber ich persönlich bin dankbar dafür, das mir nicht die Möglichkeit geboten wurde in wohligem Verständniss mit dem Gezeigten zu kommen. Bei dieser Thematik möchte ich beobachten und nicht nachempfinden, schließlich geht es hier um die Gefühlsbeobachtung eines sehr kranken Menschen, eines schmerzdefinierten Mörders.

Also ist die einzig logische Darstellung ein Bilderrausch und der ist dem Regisseur bestens gelungen. Die tristen Farben des albinoesken Dranges des Killers kreischen in unglaublicher Hysterie gegen die farbenträchtigen, indische Motive an. Ein abstoßender Gegensatz, stellvertretend für die beiden Gegner, der Psychologin und dem Mörder. Der Regisseur läßt Bilder sprechen, anstelle der sonst üblichen Dialogkämpfe und Erklärungen. Und um diese Bilder baut sich die Handlung und die Darstellung der Schauspieler, die sich allesamt in einem zurückhaltenden Minimalismus dem Gesamtbild einfügen. Wer also diesen Film sieht, sollte bereit und intelligent genug sein, einmal umzudenken und zu verstehen, das nicht nur das Wort das Bild beschreiben, sondern es auch genau umgekehrt geschehen kann: Sigmund Freuds psychoanalytische Traumdeutung geht davon aus, daß im Schlaf seelische Erregungen, besonders primitive, mit der bewußten Moral im Widerspruch stehende treibhafte Wunschregungen, als traumerreger wirken und in symbolischer Verkleidung ins Bewußtsein dringen (in symbolischer Verkleidung, nicht als gesprochenes Wort!!!).

Keine weitere Wertung


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