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Rang De Basanti - Die Farbe Safran

(Rang De Basanti, 2006)

Dt.Start: 29. Juni 2006 Premiere: 26. Januar 2006 (Indien)
FSK: ab 16 Genre: Drama
Länge: 167 min Land: Indien
Darsteller: Aamir Khan (DJ/Chandrashekhar Azad), Siddharth (Karan/Bhagat Singh), Sharman Joshi (Sukhi/Rajguru), Kunal Kapoor (Aslam/Ashfaqullah Khan), Atul Kulkarni (Laxman Pandey/Ramprasad Bismil), Alice Patten (Sue), Soha Ali Khan (Sonia/Durga Vohra), Steven Mackintosh (Mr. McHeneley), Madhavan (Ajay Rathod), Waheeda Rehman (Ajays Mutter), Anupam Kher (Rajnath Singhania/Karans Vater), Kiron Kher (Mitro/DJs Mutter), Om Puri (Amanullah Khan/Aslams Vater), Lekh Tandon (DJs Großvater), Cyrus Sahukar (Rahul)
Regie: Rakesh Omprakash Mehra
Drehbuch: Renzil D'Silva, Rakesh Omprakash Mehra


Inhalt

Die idealistische englische Filmemacherin Sue geht nach Indien, um dort eine Dokumentation über Bhagat Singh und Chandrashekhar Azad, die Anführer der Unabhängigkeitsbewegung Hindustan Socialist Republican Association zu drehen. Da ihr für die Realisierung des Projektes nur wenig Geld zur Verfügung steht, arbeitet sie mit Studenten der Universität von Delhi. Während der Dreharbeiten lernen die von Egoismus und Materialismus getriebenen Studenten die als altmodisch verschrienen Tugenden Patriotismus und Ehre kennen und machen somit einen Wandel durch.
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Kritik

Rang De Basanti - Die Farbe Safran hat eine Wertung von 50%
Das erhoffte und groß angekündigte Meisterwerk ist dieser Film leider nicht geworden, dafür bietet er viel zu viele unnötige Handlungselemente und eine teilweise unpassende Inszenierung, die die eigentliche gute Aussage des Filmes nach unten zieht und somit für viele Längen in diesem 2,5 Stunden langen Werk sorgt.

Bild aus Rang De Basanti - Die Farbe Safran Nachdem uns Bollywood mit Black bewiesen hat, dass das Filmland Indien auch ohne den typischen Gesang und Kitsch ein Meisterwerk in Szene setzen kann, waren die Erwartungen an den besten Film den Indien je hervorgebracht hat natürlich riesig und so wird der Zuschauer mit diesem Werk leider mehr als nur enttäuscht.

Basierend auf dem Tagebuch ihres Großvaters James McKinley möchte die junge Regisseurin Sue einen Dokumentarfilm drehen. Als ihre Produzenten ihr keine Unterstützung zusichern macht sie sich auf eigene Faust nach Indien auf, um dort mit Laiendarstellern ihren Film vor Ort zu drehen. Doch die politisch desinteressierte Jugend Indiens zu einem Film über einen politischen Freiheitskämpfer zu überreden ist gar nicht so einfach.

Es ist schwer sich in den Film hinein zu versetzen, wenn man über die Jugend und die Politik Indiens nur wenig weiß. Durch den Film erfährt man jedoch auch nicht viel mehr, außer einer politischen Aussage, welche aber in eine Geschichte verpackt wurde, die vor Klischees nur zu trieft und dazu noch mit absolut vorhersehbaren Wendungen, sowie einer unnötigen Liebesgeschichte garniert wird. Einzig das Lebensgefühl der Jugend Indiens ist gut eingefangen worden, genauso wie ihre Ratlosigkeit und Ansichten. Auch die Charakterentwicklung gelingt hier durchweg glaubwürdig und nachvollziehbar, so dass man sich mit den Protagonisten des Filmes identifizieren kann.

Die Inszenierung an sich ist aber leider als schwach zu bezeichnen, denn es werden zu viele effekthaschende Elemente genutzt - der Film hätte besser nur auf seine Aussage gebaut. Auch die Bollywood-typischen Songs passen mit Ausnahme des Titelsongs nicht wirklich in den Film und sind eher störend als mitreißend. Die Darsteller machen ihre Sache ganz ordentlich, wobei niemand wirklich herausstechen kann. Sehr fragwürdig ist es jedoch Rollen von Studenten und Jugendlichen mit Darstellern zu besetzen, die schon über 40 Jahre alt sind und daher eher lächerlich wirken.

Die Aussage des Films, sowie die Charakterentwicklung ist es, die den Film trägt und leider von den vielen genannten störenden Elementen eher nach unten gezogen wird. Die Geschichte hätte man auch locker in etwas weniger als 2 Stunden erzählen können, so dass der Film alles andere als das erhoffte Meisterwerk a la Black ist und wohl nur eingefleischten Bollywoodfans zu empfehlen ist.

von Daniel Licha


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