Sah der Trailer nach einen schönen, spannenden Gruselfilm aus, wird der Zuschauer schnell ernüchtert. Kann man sich nämlich noch zu Beginn an der guten Atmosphäre erfreuen herrscht schnell Frust über die langweilige Geschichte und die sich wiederholende Inszenierung, über die nicht einmal die Top besetzten Darsteller hinwegtäuschen können.
Nachdem Der Exorzismus von Emily Rose am Box Office zugeschlagen hatte, war es nur eine Frage der Zeit bis die Welle der Based on True Events Horrorfilme zuschlagen würde. War zuletzt davon noch die Supergurke Open Water 2 betroffen, knüpft dieses Machwerk nahtlos an dessen Qualitäten an.
So nach und nach lichten sich bei der Familie Bell die Zeichen, dass sie von Geistern heimgesucht werden. Sieht zuerst nur der Vater den mysteriösen schwarzen Wolf, der um ihr Anwesen streift, bekommt nach einer Weile die Tochter immer wieder schreckliche Anfälle, die auf einen Fluch hindeuten.
Ein bisschen Das Omen, ein bisschen Der Exorzist und schon ist das schwache Drehbuch des Dungeons & Dragons Regisseur Courtney Solomon beschrieben. Vor allen Dingen sieht man ihm sehr schnell an, dass die wahre Begebenheit nicht genug Stoff für einen ganzen Film bietet, so wiederholt sich der Film, trotz seiner kurzen Laufzeit, immer wieder und geht dem Zuschauer damit gehörig auf die Nerven.
Auch wenn es immer wieder mal gelingt den Zuschauer zu erschrecken, ist das noch lange keinen Grund die Inszenierung zu loben. Gut, das Setting gefällt, aber das war's dann auch schon, denn die genannten Schocker entstehen meist nur durch das Zuführen lauter Musik, sowie durch plötzliches Auftauchen bekannter Charaktere.
Dass sich Darsteller wie Sissy Spacek und Donald Sutherland für so ein Machwerk hergeben ist schon verwunderlich und daher ist es auch nicht überraschend, dass sie gnadenlos verheizt werden und unter ihren Möglichkeiten agieren. Einzig positive Überraschung in diesem Ensemble ist Rachel Hurd-Wood, die sogar die beiden routinierten Altstars übertreffen kann.
Der Fluch der Betsy Bell ist ein Film den man schnell vergessen wird. Die Geschichte ist nicht nur langweilig inszeniert, sie kann einen einfach nicht über die komplette Laufzeit unterhalten. Da helfen auch die bekannten Gesichter, sowie die gute Atmosphäre nicht um diese Schnitzer zu kaschieren.