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Ein liebenswürdiger Streifen mit super animierten Tieren und einer einfallsreichen Geschichte. Mit den "Großen Drei", Findet Nemo, Ice Age und Shrek 2, kann der Film aber nicht mithalten und richtig viel Neues hat Ab durch die Hecke in Sachen Gags leider auch nicht zu bieten. Nichts desto trotz: Auch in Dreamworks neustem Streich ist für kurzweilige Kinounterhaltung gesorgt.
Basierend auf dem Comicstrip "Over the Hedge", der von einer Schildkröte und einen Waschbären handelt, erzählt der Film eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt. Richie hat ein Problem: Er wurde vom Bären Vincent beim Klau von dessen Essensvorräten erwischt, wobei das ganze Futter verloren ging. Nun verlangt Vincent von dem Waschbären binnen einer Woche Ersatz. Alleine ist das unmöglich zu schaffen und so sucht sich Richie ein paar naive Waldbewohner, die ihm beim Sammeln helfen sollen. Doch schnell stößt die Truppe auf ein großes bzw. hohes Problem: Eine Hecke, die den Wald von einem Wohngebiet abgrenzt. Aber hinter dem Hindernis warten schier unbegrenzte Essensreserven.
Die Qualität der neueren Animationsstreifen ist zwar noch konstant gut, aber sehr langsam aber sicher läuft sich dieses Genre tot. Die Frage wird sein, wie viele der 8,5 Millionen Ice Age 2-Besucher nun schon wieder Lust auf einen computeranimierten Film haben. Dass Ab durch die Hecke nun schon der vierte CGI-Film des Jahres ist, macht auch die Bewertung äußerst schwierig. Zwar ist der Film meiner Meinung nach besser als Dreamworks Erfolgsfilm 2005 Madagascar und muss deswegen auch besser bewertet werden, aber großartig überraschen und begeistern kann der Streifen dann doch eher selten. Was daran liegt, dass es bei der Fülle an Filmen immer schwieriger wird etwas wirklich Neues/Innovatives zu finden um das Publikum zu unterhalten.
Dreamworks ist und bleibt aber das Maß aller Dinge in Sachen Animationsfilmen. Zwar hat Ab durch die Hecke im Vergleich zu Ice Age 2 knapp das Nachsehen, aber das Dreamworks-Kreativteam schafft es wie kein anderes in einem relativ kurzem Film Figuren mit einem echten Charakter zu entwickeln (auch wenn einem einige Tiere wie Eichhörnchen und Opossums schon irgendwoher bekannt vorkommen). Das ist beispielsweise etwas womit mit sich Disney in letzter Zeit extrem schwer tut und deren Filme daher weniger gut funktionieren.
Die Animation und die Figuren von Ab durch die Hecke sind sensationell. Leichte Abzüge bekommt der Film hingegen in Sachen Humor. Zwar ist der Streifen durchgängig unterhaltsam, doch die Gagdichte ist doch etwas niedriger als bei den letzten Dreamworks-Werken. Die nette Story, ein paar geniale Einfälle und das grandios komische Eichhörnchen Hammy lassen den Film jedoch noch vor Madagascar rücken. Wer also nach dem Ende der Eiszeit noch nicht genug hat von bunten Computerwelten, der kann mit einem Blick über die Hecke eigentlich wenig falsch machen. |