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Gute Ausgangssituation - leider vergeigt. So könnte man den enttäuschenden Thriller Alibi wohl am Ehesten zusammenfassen, da aus der interessanten Geschichte aufgrund der miesen und zu schnellen Inszenierung, sowie den eindimensional erscheinenden Charakteren ein überaus langweiliger und unbedeutender Film entstanden ist.
Nicht nur die Idee einer Alibifirma macht neugierig auf den Film, sondern auch dass die Besetzung durchweg aus bekannten B-Stars besteht bei denen einige wie Steve Coogan (Coffee and Cigarettes), John Leguizamo (Moulin Rouge) oder Selma Blair (Eiskalte Engel) schon des Öfteren bewiesen haben , dass sie sich nicht vor den Großen zu verstecken brauchen.
Ray Elliott führt eine Alibifirma, welche Ehebrecher nach allen Möglichkeiten unterstützt ihre Affären zu verheimlichen. Wichtigster Grundsatz seiner Firma ist jedoch, dass er sich auf keine Verbrechen einlässt. Diesen Vorsatz muss er jedoch brechen, als der Sohn seines besten Kunden während eines Seitensprungs, aus Versehen, seine Gespielin erdrosselt. Jetzt hat Ray nicht nur ein Problem mit der Polizei: Es sind auch der Freund der Geliebten, sowie ein Auftragskiller hinter ihm her.
Was genügend Stoff für eine interessante Geschichte bieten könnte, scheitert leider an den eindimensionalen Charakteren, zu denen der Zuschauer, auch aufgrund ihrer hohen Anzahl, nie wirklich eine nötige Sympathie aufbauen kann. Zudem leidet die Geschichte an einer Überfrachtung von Nebenplots, die allesamt zwar durchaus nette Ideen hervor bringen, jedoch so kurz angerissen werden, dass sie sich zu keinem Zeitpunkt entfalten können.
Das Regiedebüt von Matt Checkowski und Kurt Mattila, die zuvor hauptsächlich durch ihre Arbeit in Sachen Spezial Effekte auf sich aufmerksam machen könnten, ist leider viel zu hektisch geraten und daher schleicht sich beim Zuschauer auch schnell Langeweile ein. Einzig das interessant gestaltete Finale, welches man jedoch nur genießen kann, wenn man sich auf eine Aneinanderreihung von Zufällen einlässt, kann ein wenig für die bis dahin fehlende Atmosphäre entschädigen.
An den Darstellerleistungen liegt es jedenfalls nicht, dass sich Alibi als so schwach herausstellt, denn die Darstellerriege macht ihre Sache durchaus ordentlich. Dennoch fragt man sich warum gute Akteure wie Steve Coogan oder John Leguizamo sich für so einen Film hergeben, der nicht mal ansatzweise ihre Fähigkeiten fordert. So bleibt in diesem Bereich fast nur ein Schaulaufen von B-Stars übrig, was immerhin für ein wenig Unterhaltung sorgen kann.
Trotzdem ist Alibi insgesamt gesehen eine kleine Enttäuschung, da dem Film jeglicher nötiger Charme fehlt und die Inszenierung viel zu schnell geraten ist. Würden die Charaktere etwas ausgebaut, dem Film eine 20 Minuten längere Laufzeit gegeben, dann hätte aus der interessanten Geschichte durchaus etwas werden können. So jedoch bleibt ein Film übrig der Direct to DVD vielleicht besser aufgehoben wäre. |