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Autos und Frauen, Frauen und Autos und zwischendurch spielen ein paar japanische Teenies Gangster. Mehr Inhalt hat die Geschichte dieses Films nicht zu bieten. Klingt dämlich? Ist es auch! Trotzdem macht The Fast and the Furious: Tokyo Drift dank toll getunter Vehikel und einiger guter Fahrszenen verblüffend viel Spaß und schafft es sich gekonnt von den beiden Vorgängern abzuheben.
Tokyo, eine der schnellsten Städte der Welt. Genau der richtige Ort für Sean. Nachdem er seiner Mutter nichts als Ärger gemacht hat, schiebt diese ihn kurzer Hand in die japanische Megametropole ab. Nichts ahnend, dass ihr Sohn auch dort sofort wieder Kontakt zur Tuning-Szene findet. Und schnell zeigt sich Seans großes Talent Schwierigkeiten anzuziehen, denn er legt sich mit DK, einem japanischen Gangster an, der fortan nichts unversucht lässt, um Sean fertig zu machen.
Nach Realitätsnähe braucht man bei diesem Film natürlich nicht zu suchen. Das wird schon in der erste Szene deutlich: Bei geschätzten 130 km/h bauen Sean und sein Renngegner einen schweren Unfall, sitzen wenig später lediglich mit ein paar kleinen Kratzern im Gesicht auf dem Polizeirevier, nur um anschließend ungeschoren nach Hause gehen zu dürfen. Die Botschaft des Streifens scheint "Fahre schnell und riskiere viel, dir passiert eh nichts!" zu sein. Leider kommt es aber auch auf deutschen Straßen des Öfteren zu Unfällen bei illegalen Autorennen, nicht selten mit Todesfolge. Eine Verharmlosung und gar Verherrlichung der Straßenrennszene trägt hier sicherlich nicht zur Lösung des Problems bei.
Jetzt aber genug von der Moralpredigt. Man sollte das Thema ja auch nicht überbewerten. Zu den Schauspielern: Hauptdarsteller Lucas Black bringt frischen Wind in die The Fast and the Furious-Reihe. Mit Witz und Charme schafft er es, von dem einfachen und eintönigen Charakter seiner Figur abzulenken und übertrifft damit Paul Walker, der in den ersten beiden Teilen hinter dem Steuer saß. Der Rest der Darstellerriege besteht aus mehr oder weniger ambitionierten Jungschauspielern, denen man hier nichts vorwerfen kann. Daran, dass ihnen die Autos die Show stehlen, haben sie natürlich absolut keine Schuld.
Lässt man die Story mal bei Seite, ist The Fast and the Furious: Tokyo Drift ein ansehnlicher Film. Gerade die erste Hälfte ist mit gutem Humor und gelungener Action gespickt. Auch der Sound und das Design der Autos sind unschlagbar. Schwächen offenbart der Streifen vor allem im Mittelteil. Das Gangstergehabe der Japaner wirkt mehr als nur aufgesetzt und wenn der Oberyakuzza mit weißem Patenanzug einmarschiert, kann man sich das Schmunzeln kaum verkneifen und wenn Tuningfreak Sean mit seinem Auto die Menschenmassen in Tokyos Straße teilt wie Moses das Meer, erwischt man sich bei einem leichten Kopfschütteln. Wer sich diesen Film ansieht weiß aber vermutlich was ihn erwartet und was er sehen möchte. Und das bekommt man dann auch: Schnelle Autos, sexy Frauen und passable Rennszenen. |