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Basierend auf dem südkoreanischen Film Il Mare aus dem Jahre 2000 schuf Alejandro Agresti (Valentin) eine gut funktionierende Geschichte in der westlichen Welt. Aber auch die beiden Hauptdarsteller Sandra Bullock und Keanu Reeves, die seit Speed erstmalig wieder eine gemeinsame Hauptrolle übernehmen, wissen zu überzeugen. Einzig die letzten Minuten des Streifens enttäuschen auf ganzer Linie und trüben den Filmgenuss ernorm!
Es ist wirklich schade, dass Mainstream-Produktionen selten mit einem guten Ende überzeugen können. Denn dann hätten wir hier ein wunderbar romantisches und dennoch interessantes Drama, welches einige Herzen zum schmelzen bringen könnte. Doch leider hat man auch hier zu viel Wert auf "Massentauglichkeit" gelegt und jegliche Logik - die gerade bei Zeitsprung-Filmen enorm komplex ist - außen vor gelassen.
Dr. Kate Forster (Sandra Bullock) zieht von einem Vorort in die Großstadt Chicago, um dort eine Stelle im hektischen Stadtkrankenhaus anzutreten. Ihrem Nachmieter hinterlässt sie im Briefkasten eine Nachricht, dass er ihr bitte die Post nachsenden soll und entschuldigt sich für die Pfotenspuren auf dem Boden vor der Haustür. Doch der neue Mieter Alex Wyler (Keanu Reeves) sieht keine Pfotenspuren und legt den Brief von Kate nichts ahnend zur Seite - denn wenige Tage später läuft ein streunender Hund über den Steg zur Tür und hinterlässt eben diese Spuren, die Kate beschrieben hatte. Nachdem Alex den merkwürdigen Vorfall per Post mit Kate zu klären versucht, wird immer mehr klar, dass der Briefkasten des Hauses eine Art Zeitportal ist: Die Beiden leben in unterschiedlichen Zeiten! Alex lebt im Jahr 2004 und Kate im Jahr 2006, exakt 2 Jahre Differenz und dennoch entwickelt sich mehr und mehr eine Liebe zwischen den Beiden.
Schöne eindrucksvolle Bilder und ein Schuss Romantik, so könnte man Das Haus am See kurz beschreiben, denn Alejandro Agresti zieht den Zuschauer mit wunderbaren Aufnahmen der Natur, aber auch der Architekturkunst in der Großstadt Chicago in seinen Bann. Die Darsteller harmonieren perfekt und wissen trotz des Zeitunterschieds die Bindung schön in Szene zu setzen. So zeigt sich die an die westliche Welt angepasste Story als Glücksgriff, die jeden begeistern könnte.
Die letzten 10 Minuten zerstören dann die komplette Stimmung, denn über mehr als eine Stunde hat man es erfolgreich geschafft die Komplexität der Zeitsprung-Geschichte schön und ohne Logikfehler in Szene zu setzen und verpatzt dann das Ende mit einer plumpen und dummen Auflösung, die vollkommen unnötig ist. Schade, dass hier die Drehbuchautoren das schlechte Ende des Originals ohne Nachzudenken übernommen haben, da eine logische und dennoch erfreuliche Lösung sehr nahe liegend gewesen wäre. |