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Das zweite Leinwand-Abenteuer von Garfield ist an Einfallslosigkeit nicht zu überbieten. Die Handlung der lieblosen Verwechslungskomödie basiert ausschließlich auf Zufällen und wird durch eine Heerschar sprechender Tiere dominiert, die hier irgendwie nicht hingehören. Auch die Witze von Garfield sind nicht sonderlich gelungen, so dass es hier wahrlich wenig zu lachen gibt.
Nach dem beachtlichen Leinwanderfolg von Garfield im Jahre 2004, macht der faulste Kater der Welt erneut das Kino unsicher. Die einzig entscheidende personelle Veränderung fand in Form von Regisseur Tim Hill (Muppets aus dem All), der Peter Hewitt ersetzt, hinter der Kamera statt. Vor der Kamera blieb mit Breckin Meyer, Jennifer Love Hewitt sowie Garfields Stimme Bill Murray alles beim Alten. Dem deutschen Publikum wird jedoch mit Oliver Kalkofe, der Thomas Gottschalk ersetzt, eine neue Stimme von Garfield präsentiert.
Das neue Abenteuer verschlägt Garfield, Odie und Jon nach London, wo Jon seiner geliebten Liz einen Heiratsantrag machen will. Dort angekommen wird Garfield mit dem adeligen Schlosserben Prince verwechselt und residiert fortan auf einem prunkvollen Landsitz. Sein einziges Problem ist Lord Dargis, der das Schloss in ein Wellness-Hotel umwandeln will und den haarigen Erben deshalb loswerden muss. Doch zusammen mit den restlichen tierischen Schlossbewohnern gelingt es Garfield, die geplante Machtübernahme von Dargis zu torpedieren.
Obwohl man von einem leichten Unterhaltungsfilm für die ganze Familie keine sonderlich komplexe und ausgefeilte Handlung erwartet, so darf man zumindest etwas Finesse und Cleverness beanspruchen. Bei Garfield 2 sucht man Beides vergeblich. Die gesamte Handlung wurde für die Grundidee - Garfield als verwechselten Thronfolger zu positionieren - plump zusammengeklaut und lieblos zusammengestückelt. So basiert die Handlung weitestgehend auf Zufällen, die vermutlich sogar einem fünfjährigen mit der Zeit spanisch vorkommen werden. Des Weiteren wird der Zuschauer mit einer Heerschar sprechender Tiere konfrontiert, die man wohl eher bei Ein Schweinchen namens Babe vermutet hätte. Gipfel des sinnlosen Tierwahns ist eine gemeinsame Lasagne-Zubereitungs-Session der lustigen Tierbande, obwohl Garfield ein komplettes Team von Köchen zur Verfügung steht.
Der animierte Garfield sowie die Stimmen der realen Tiere sind wie erwartet gut realisiert - alles andere wäre bezüglich des ersten Teils ein Rückschritt gewesen. Dominiert wird der schlechte Eindruck des Films jedoch durch das einfallslose Drehbuch und die Tatsache, dass man sich nur amüsieren kann, wenn man sprechende Tier oder Witze der Kategorie "Hund beißt Mann ins Gemächt" lustig findet. Für Kinder wird dieser Humor mit Sicherheit funktionieren - dennoch ist diese Fortsetzung unterm Strich als filmisches Armutszeugnis zu betrachten. Nicht einmal die kategorisch gelangweilte Stimme von Bill Murray kann die Kastanien aus dem Feuer holen. Folglich sollte man von dieser aufgewärmten Lasagne lieber die Finger lassen, um sich den Filmmangen nicht zu verderben. |