Die Emanzipation ist auf dem Vormarsch. Was Männer schon lange können, trauen sich auch immer mehr Frauen zu. So wirft sich Uma Thurman als Die Super Ex in hautenge Lederoutfits und schützt die Welt vor Bösewichten. Viel Komik ist mit dabei, trotzdem wirkt Ivan Reitmans Actionkomödie wie ein Weichspülgang von Superman & Co. Da können auch weitere bekannte Schauspieler wie Anna Faris oder Luke Wilson nichts mehr reißen.
Superhelden kennen wir zur Genüge, seien es Spider-Man, Batman oder Superman. Superfrauen gab es dagegen bisher eher selten, sieht man einmal von Catwoman oder Samantha aus Verliebt in eine Hexe ab. Komödienspezialist Ivan Reitman (Kindergarten Cop) dreht die Geschichte deshalb um, und schrieb Uma Thurman die Rolle der mit der Superkräften versehenen Frau auf den Leib.
Als Jenny Johnson auf Dauersingle Matt trifft, funkt es gewaltig zwischen den Beiden und sie werden ein Paar. Nach einiger Zeit der Beziehungsfreude verrät Jenny Matt auch ihr großes Geheimnis: Sie ist G-Girl, eine Superheldin, die mit besonderen Kräften ausgestattet für das Gute in der Welt kämpft. Matts anfängliche Begeisterung schlägt bald in Unwohlsein und Ablehnung um, denn Jenny entpuppt sich als besitzergreifend und cholerisch. Er beendet die Beziehung und begeht dabei den größten Fehler seines Lebens. Denn was es bedeutet, G-Girl von sich zu weisen, muss er fortan auf vielfältige Weise am eigenen Leib erfahren.
Eine durchaus unterhaltsame, wenn auch kurzweilige Geschichte ist die Grundlage der Komödie, bei der vor allem die Darsteller für Interesse sorgen. Uma Thurman geht in ihrer Rolle auf und sorgt zudem für einen reizenden Anblick, zumindest auf männlicher Seite. Mit Nebendarstellern wie Luke Wilson als Ex-Freund und Anna Faris als Matts Kollegin, sind weitere Bonuspunkte des Films zu nennen. Sie alle machen ihre Sache gut, aber nicht herausragend. Die Special Effects, die G-Girl zur Superheldin machen, sind durchaus sehenswert, wenn auch nicht unbedingt neu und deshalb nur mäßig überraschend. Trotz schöner Ideen, wie z.B. einem fliegenden weißen Hai, fehlt dem Film der nötige Pepp.
Die Super-Ex zeigt dem Zuschauer auf amüsante Weise, warum man es sich mit seinem Partner besser nicht verscherzen sollte. Man weiß ja nie, welche Fähigkeiten wirklich in einem Menschen schlummern. Im Vergleich zu Superhelden-Vorgängern wirkt der gesamte Film allerdings wie ein Abklatsch, bringt eine Aneinanderreihung gut gemachter Stunts und Effekte, aber nichts Neues. Somit erscheint Reitmans Komödie mehr wie eine sehr laue Weichspülversion aller vorherigen Heldenfilme. Nach dem Motto: Aus dem Auge, aus dem Sinn kann man sich aber durchaus 90 Minuten gut unterhalten lassen, mehr aber auch nicht.