Little Man aus der Feder von Keenen Ivory Wayans ist Klamauk der billigsten Sorte. Der Film wartet nicht nur mit einer einfachen und uninteressanten Geschichte auf, sondern bringt zudem noch einen Haufen Schauspieler zusammen, die allesamt kein großes schauspielerisches Können mitbringen. Garniert wird das Ganze mit fahlen Gags und viel Diskriminierung gegen Schwarze und Kleinwüchsige.
Eins gleich vorweg: Wer für diesen Film Geld ausgibt, ist selber Schuld! Kennt man White Chicks von den Brüdern Wayans, so ist man an einfach gestrickte Handlungen und Gags bereits gewöhnt. Little Man weiß da aber noch eins draufzusetzen.
Es geht um das Gaunerpärchen Calvin (Marlon Wayans) und Percy P (Tracy Morgan), die als Juwelendiebe agieren. Das aktuell gestohlene Schmuckstück landet dabei nicht in den Händen der Auftraggeber, sondern in der Handtasche von Vanessa. Diese wiederum ist mit Darryl (Shawn Wayans) liiert, hofft auf einen baldigen Hochzeitsantrag und er auf eine schwangere Freundin. Die Umstände ergeben, dass sich Calvin, verkleidet als Baby, ins Leben von Vanessa und Darryl schmuggelt, um an das Diebesgut zu gelangen. Dass das Pärchen sich nach Nachwuchs sehnt, kommt ihm da gerade recht.
Man merkt, die Geschichte ist einfach gestrickt. Das ist auch nicht schlimm, beruhen ja viele Komödien auf einfachen Mustern. Was bei Little Man dabei aber ärgerlich stimmt, ist die Tatsache, in welch schlechtes Licht sich die durchweg schwarzen Darsteller bringen. Da fällt es weder dem Pärchen noch dessen Freunden oder einem hinzugezogenen Arzt auf, dass es sich bei dem vermeintlichen Baby um keines handelt. Deutliche Anzeichen, wie ein komplettes Gebiss, Bartstoppeln oder ausgewachsene Geschlechtsorgane, werden schlichtweg als Naturphänomen behandelt. Klar, das soll so sein, wirkt aber einfach nur dämlich. Davon nicht genug, wird der kleinwüchsige Calvin im Alltag umgerannt und niedergetrampelt, weil er aufgrund seiner Größe ja nicht zu sehen ist. Soll das lustig sein? Neben diesen recht diskriminierenden Szenen bekommt man es zudem mit den üblichen Gags unter der Gürtellinie zu tun. Calvin wird von einem Hund angepinkelt, Calvin giert nach dem Busen einer Frau, Calvin robbt in anzüglichen Bewegungen auf dem Schoß seiner neuen Mami herum...
Die Brüder Wayans können mit diesem Film keine Lorbeeren ernten, auch wenn vermutlich noch genug Zuschauer ins Kino gehen werden. Schade nur, dass solche Filme immer noch ihre Klientel finden. Unbegreiflich auch, warum sich Menschen egal welcher Hautfarbe freiwillig ins schlechteste Licht rücken. Little Man ist einfach nur ärgerlich und das Eintrittsgeld nicht wert.