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Snakes on a Plane ist definitiv nichts für Menschen mit Schlangenphobie. Wer sich allerdings für die buntgemusterten Exemplare jeglicher Größe besonders interessiert, ist in David R. Ellis Actionfilm genau richtig. Auch wenn der Film sich mit wenig Handlung begnügt, sind die coolen Sprüche und Aktionen dafür umso mehr vertreten. Garniert wird der Spaß mit der einen oder anderen Schrecksekunde und fertig ist ein kurzweiliges Kinovergnügen, welches jeden Terrarienbesuch überflüssig macht.
Man stelle sich vor, der Hawaiiurlaub ist gerade zu Ende gegangen und der Rückflug in die Heimat steht an. Mit an Bord befinden sich 30 Passagiere, unter ihnen der von FBI-Agent Neville Flynn (Samuel L. Jackson) streng bewachte Sean Jones (Nathan Philipps). Letzterer wurde inmitten des schönen Grüns Hawaiis Zeuge eines Mordes und soll nun vor dem Schwurgericht in Los Angeles gegen den flüchtigen Mörder Eddie aussagen. Eddie wiederum versucht selbstverständlich, dass zu verhindern und befördert an Bord des Fliegers eine hübsche Auswahl an hochgiftigen Schlangen. Per Pheromonzuschub werden die Biester noch so richtig aggressiv gestimmt, bevor sie per Zeitschaltuhr auf die Passagiere losgelassen werden. Das dabei der ein oder andere ins Gras beißt, erklärt sich von selbst.
Ellis' Actionfilm hat sich als Hauptprotagonisten Samuel L. Jackson auserkoren, der von Anfang an mit coolen Sprüchen und noch viel coolerem Einsatz zu glänzen weiß. Er ist dann auch derjenige, der sich im Kampf gegen die Schlangen die Krone aufsetzen darf. Viel überzeugende schauspielerische Arbeit ist in Snakes on a Plane leider nicht zu erwarten, dafür aber eine gehörige Portion Humor. Das überrascht und unterhält zugleich über die Spielzeit hinweg köstlich. Des Weiteren ist für die erforderlichen Schrecksekunden in Form von völlig überraschend auftauchenden Schlangenangriffen bestens gesorgt. Im Laufe des Films wird sich zumindest bei den weiblichen Zuschauern ein leichtes Unwohlsein einstellen, da ständig das Gefühl vorhanden ist, etwas würde über den Rücken krabbeln. Die Füße den gesamten Film über vom Boden auf den Sitz zu verfrachten, ist übrigens überhaupt nicht peinlich! Schließlich kamen mehr als 300 echte Schlangen zum Einsatz. Alle angeblich aber völlig ungiftig und den richtig bösen Vorbildern nur äußerlich sehr ähnlich.
Alles in allem ist Snakes on a Plane entgegen der anfänglichen negativen Erwartungen ein durchaus unterhaltsamer, wenn auch sehr kurzweiliger Film, der das Gefühl ähnlich eines Besuchs im Spukhaus vermittelt. Wer mit geringen Erwartungen heran geht, wird eine nette Zeit verleben. Am Besten bucht man gleich zwei Sitze nebeneinander, damit die Füße genug Platz finden! |