Wer weiß auf was er sich bei diesem Film einlässt und mit herrlichem Trash etwas anfangen kann, dann ist man hier genau richtig, denn Dead or Alive bietet genau das was Fans sehen wollen: Tolle Kämpfe, vorteilhaft gefilmte Mädels, sowie Dialoge die sich selbst nicht ernst nehmen und die harmlose Inszenierung schnell in Vergessenheit geraten lässt.
Dass Videospielverfilmungen oft daneben gehen, haben uns die bescheidenen bis maximal mittelprächtigen Resident Evil, Bloodrayne, House of the Dead oder Alone in the Dark in den letzten Jahren bewiesen. Dead or Alive will erst gar nicht Qualität vorweisen, sondern beschränkt sich auf ein Trashspektakel, das überraschenderweise seine Wirkung nicht verfehlt.
16 Spezialisten verschiedenster Kampfkünste werden von einem gewissen Donovan auf eine einsame Insel zu einem Turnier eingeladen, welches sich Dead or Alive nennt und als Ziel der Ausscheidungskämpfe dem Sieger 10 Millionen Dollar verspricht. Während dies für die Kämpfer ein großer Anreiz ist, hat der gerissene Donovan einen ganz anderen Plan mit den Teilnehmern.
Wer hier Story sehen will muss lange suchen, denn Dead or Alive schert sich gar nicht erst darum, sondern setzt auf Trash und Vergnügen pur! Gerade das ist die große Stärke des Filmes, denn hier wird der Zuschauer nicht nur mit überraschend guten Martial Arts Szenen, sehr vorteilhaft in Szene gesetzten Frauen, sondern auch mit herrlichen und gewollt dümmlichen Dialogen und Ideen unterhalten, bei denen wirklich kein Auge trocken bleiben wird, sofern man sich auf diese Art von Humor einlassen kann.
Jedoch hat der Film auch eine große Schwäche, die gerade den Trashfans, für die dieses Werk ja geradezu prädestiniert ist, ärgerlich aufstoßen wird. Man merkt deutlich, dass der Film für eine niedrige Altersfreigabe erschreckend auf Kindergarten getrimmt wurde, so sieht man während der gesamten Laufzeit nicht einen einzigen Tropfen Blut oder blaue Flecken, was in manchen Szenen schon frustrierend ist.
Nichts desto trotz bekommt man mit Dead or Alive ein ordentliches und vor allen Dingen sehr unterhaltsames Trashspektakel geboten, das hübsche Mädels, tolle Kämpfe und vor allen Dingen herrlich bescheuerte Szenen bietet. Dazu noch die Erkenntnis, dass sich der ehemalige B-Movie-Star Eric Roberts im Alter immer mehr dem Aussehen von Jürgen Drews annähert und der Tatsache, dass es doch noch gelungene Videospielverfilmungen gibt.