| Dt.Start: |
24. Januar 2002
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Premiere: |
02. Februar 2001 (Italien) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
118 min
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Land: |
Italien |
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Darsteller:
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Stefano Accorsi (Carlo), Giovanna Mezzogiorno (Giulia), Stefania Sandrelli (Anna), Claudio Santamaria (Paolo), Giorgio Pasotti (Adriano), Marco Cocci (Alberto), Pierfrancesco Favino (Marco), Martina Stella (Francesca), Sabrina Impacciatore (Livia), Regina Orioli (Adrianna), Luigi Diberti (Emilio), Daniela Piazza (Veronica), Vittorio Amandola (Onkel Mimmo), Piero Natoli (Michele), Susanna Javicoli (Luisa), Lina Bernardi (Adele), Giulia Carmignani (Mariposa) |
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Regie:
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Gabriele Muccino |
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Drehbuch:
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Gabriele Muccino |
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Fernab von jeglichem Hollywoodkitsch schuf Regisseur Gabriele Muccino nicht nur eine wunderschöne und zugleich tieftraurige Liebesgeschichte, sondern auch realitätsnahe Charaktere, deren Handlungsweise durchweg nachvollziehbar sind und nicht nur viel Raum für Identifikationsmöglichkeiten, sondern auch Glaubwürdigkeit bieten.
Nachdem es in letzter Zeit zuhauf Remakes von asiatischen Filme oder TV-Serien gab, ist nun auch das italienische Kino an der Reihe. Dass sich dafür prominente Namen wie Paul Haggis oder Zach Braff dafür hergeben ist nicht verwunderlich, denn Ein letzter Kuss hat mehr zu bieten als der Großteil der amerikanischen Lovestories.
Dass die Liebe manchmal seltsame Wege geht ist hinlänglich bekannt, doch was sich alles um das Leben Carlos' dreht ist definitiv zu viel des Guten. So erwartet er ein Kind von seiner Freundin Giulia, stellt jedoch genau in diesem Moment fest, dass er noch mehr vom Leben will und beginnt mit einer hübschen Schülerin zu flirten. Derweil stecken die Eltern von Giulia in einer heftigen Ehekrise und auch Carlos' Freunde haben es nicht gerade einfach in Sachen Liebe.
Wer sich hier einen schönen Liebesfilm erhofft, der wird wohl zuerst ein wenig enttäuscht sein. Grund dafür ist, dass die Charaktere sehr realitätsnah eingefangen wurden und auch ihre Entwicklungen durchweg nachvollziehbar sind. Gerade das hebt ihn, aufgrund seiner Ehrlichkeit, von den meisten Genrefilmen ab und man könnte ihn aufgrund dessen am ehesten mit Hautnah vergleichen; nur mit einem etwas harmloseren Szenario.
Die Inszenierung von Drehbuchautor und Regisseur Gabriele Muccino gibt keinen Grund zur Klage. Er fängt die Geschichten sicher ein, weiß zudem durch seinen schlichten Stil noch ein wenig mehr Realismus herauszuholen und verstärkt dies noch durch wunderbare musikalische Einsätze. Keinen Grund zur Kritik gibt es auch bei dem Darstellerensemble, welches durchweg perfekt gecastet ist. Man nimmt jedem seine Rolle ab und obwohl es keine richtige Hauptrolle gibt, gelingt es Stefano Accorsi durch seinen Charme den Film fast im Alleingang zu tragen.
Auch hier stellt sich wieder die Frage, warum es ein Remake aus Hollywood braucht. Sicherlich werden dadurch einige auf diesen wunderschönen und zugleich traurigen Film aus Italien aufmerksam gemacht, der hier uneingeschränkt weiterempfohlen werden kann, jedoch wird es schwer für Haggis und Co. diesen Film noch zu übertreffen.